Der 2.te Vegetarier Thread

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Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Aran Jäger der II. am 17.07.10 12:54

Die Thread Thema kam so zustande:

Cel schrieb:Aber sonst? Ich bin kein Vegetarier und werde es wohl auch nie werden. Denn ein Tiger hat auch kein schlechtes Gewissen, wenn er eine Antilope reisst. Die Natur wird sich etwas dabei gedacht haben, Schweine und Rinder essbar zu machen. Und wegen Gummibärchen sterben auch Schweine, und auf die möchte ich nun wirklich nicht verzichten!

Aran Jäger der II. schrieb:achja ich esse auch keine Gummibärchen nur ganz selten mache ich da eine Ausnahme.Und die Vegetarier Argumente diskutieren wir bitte wo anders das passt hier überhaupt nicht rein. aber nebenbei soviel:"Menschen und Gras sind auch essbar" es geht nicht darum ob etwas "essbar" ist oder ob Tier "A" Tier "B" isst. Es geht darum ob man das Leben kostbar genug findet.Und ein Tiger hat kein schlechtes Gewissen weil er im Gegensatz zum menschen nicht in der Lage ist ein schlechtes Gewissen zu haben.

Cel schrieb:Wo denn dann? Machst du einen Thread auf oder soll ich?

Also wie haltet ihr es mit dem Vegetarismus? Später mehr von mir dazu

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Cel am 17.07.10 14:04

Na ja, da ich ja die Diskussion losgebrochen habe, fange ich dann auch mal an.

Sicherlich tun mir die Tiere leid, wenn sie nicht artgerecht gehalten werden und teilweise brutal getötet werden, damit wir was auf den Tisch bekommen. Jamie Oliver hat da ja eine Sendung zu gemacht. Er hat gezeigt, wie Küken zu Chicken Wings verarbeitet werden. Aber auch für ihn ist das kein Grund, auf Fleisch zu verzichten, es ist nur ein Grund, für artgerechte Haltung zu kämpfen.

Das mit dem Mitleid ist aber trotzdem so eine Sache ... schließlich ist der Mensch ja auch nur ein besonderes Säugetier. Der Trieb, Fleisch essen zu wollen bzw. es zu tun, ist wahrscheinlich irgendwie unseren Ahnen zu verdanken. Die hatten sicherlich kein Gewissen.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Aran Jäger der II. am 17.07.10 14:40

Seit der Homo Sapiens Sapiens ein Gewissen hat ist nicht bekannt. Es ist nichtmal bekannt ob und welche anderen Tiere ein Gewissen haben.

Ich finde es selbstverständlich das Menschen die keine andere wahl haben Fleisch essen.Das ist der normale Kampf ums Überleben.Aber wir haben im Moment den Luxus das wir wählen können zwischen->
-Billigfleisch aus unartgerechter HAltung
-Fleisch von glücklichen aus dem Leben gerissen Kühen
-und kein Fleisch
zu essen.

Und da wir auch das Wissen haben das wir eben NICHTS anderes sind als Tiere finde ich es selbstverständlich das wir unseren Mitlebewesen so wenig Schaden wie möglich zufügen.Sich selber zum "Sklaven" der Evolution zu machen halte ich für unsinnig auch wenn wir diverse Sachen nicht steuern können (Ja wir haben einen Sexualtrieb auch wenn manche zölibatär leben) können wir kontrollieren ob wir uns diesem Zwang unterwerfen. Vor allem ist der Sexualtrieb stärker als der Drang nach essen da wir auch Hunger auf andere Nahrungsmittel haben können.Und nicht zuletzt beweisen die ganzen Priester die zölibatär lebendie ganzen Vegetarier und Veganer das man sich gegen einen solchen Trieb wehren kann.

Achja Jamie Oliver ist ein Idiot er wollte nur polarisieren und hat deswegen Noch mehr Lebewesen umgebracht für deren Rechte er kämpft.... toll.

und wenn er das Sterben in der dritten Welt anprangert lässt er wohl ein paar Afrikaner in einem Studio verhungern.Danke Jamie Oliver du sadistischer Arsch.

Edit:Wer Jamie Oliver nicht kennt hier mal das besagte Chicken Video



Zuletzt von Aran Jäger der II. am 17.07.10 15:26 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Cel am 17.07.10 15:21

Da fällt mir immer die Nummer von Rüdiger Hoffmann ein (natürlich lustig gemeint):



Ich kenne ein paar Vegetarier und wir kommen gut klar. Sie wissen, dass ich Fleisch esse und ich weiss, dass sie es nicht tun. Ganz einfach, so lange niemand den anderen überzeugen will. Dein Zolibat-Beispiel ist gut. Da ist es das gleiche. Da kann man niemanden überzeugen, es anders zu machen.



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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Aran Jäger der II. am 17.07.10 15:34

Theorethisch ist es die beste Art jemanden zu überzeugen in dem man ein gutes Beispiel ist das was ich hier mache hilft nämlich nicht ich habe allerdings kapiert das die meisten Menschen sich nicht ändern wollen deswegen sage ich einfach was ich denke und was ich meist auch mit Fakten belegen kann.Die besser Art jemanden zu erschrecken sind die Hühner in "We feed the World", Jamie Oliver ist zwar schokierend aber unethisch.Bei "We feed the World" wird die Arbeit gezeigt nicht ein zusätzlicher Mord.



Das Jamie Oliver Video könnt ihr in meinem vorigen Post sehen.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Mic am 17.07.10 15:49

Ich esse gerne, oft und viel Fleisch und habe auch keinerlei Probleme damit, das mit meinem Gewissen zu vereinbaren. Ich kenne auch ein paar Vegetarier und muss mir deshalb ab und an irgendwelche PETA Blättchen angucken oder per Video mit ansehen, wie ein genervter Angestellter ein paar jämmerlich verunstaltete Hühner grundlos zu Tode tritt. Aber ehrlich gesagt schockt mich sowas nicht genug, um vom Fleisch abzulassen. Vielleicht bin ich einfach zu abgestumpft und egoistisch.

Und ob der Hunger nach Fleisch wirklich ein Trieb ist, sei mal dahingestellt, ich denke darüber kann man sich streiten. Ich kann mich auch zwei Wochen lang ohne Probleme von Sojabohnen und Gemüseeintöpfen ernähren, aber ich will einfach nicht auf mein nahrhaftes und leckeres Fleisch verzichten. Ebenso will ich mich auch nicht von meinem allabendlichen Fencheltee trennen.

Da helfen bei mir auch keine Argumente wie "Wir sind alle nur Tiere". Ja, ich bin ein Säugetier, aber nein, ich bin keine Kuh, sondern ein Mensch.

Aber im Gegensatz dazu habe ich auch absolut nichts gegen Vegetarier und respektiere und verstehe ihre Haltung und Lebensweise. Solange sie mich nicht konvertieren wollen.
Wobei man hier auch sagen muss, dass man nicht alle Vegetarier über einen Kamm scheren darf, ich bin zum Beispiel ganz dicke mit jemandem, der lediglich die Industrie und die damit verbundene Tierhaltung nicht unterstützen will, deshalb isst er nur Tiere, die er selbst erjagt hat (Was dann im Endeffekt dann ein Fisch pro Jahr ist Wink ) Wieder ein anderer ernährt sich nicht von Fleisch, weil es ihm schlichtweg nicht schmeckt, nicht aus irgendwelchen moralischen Gründen.


Edit: Ich habe mir nun dieses Jamie Oliver Video angesehen, da ich es noch nicht kannte und finde die Reaktionen gerade zu lächerlich. Was glauben die denn, wie ihr tägliches Fleischprodukt auf den Tisch kommt? Aber es ging wahrscheinlich eher um die armen, süßen, unschuldigen Küken. Einem stinkenden Schwein kann man ja einen Bolzen in den Kopf jagen, aber wenn das Küken ohnmächtig wird, fange die Mädels an zu weinen, Schwachsinn.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Aran Jäger der II. am 17.07.10 16:11

Wie gesagt sind PETA und Earthlings keine Sachen die man zum konvertieren benutzen sollte das wäre so als wenn man ein Auto mit Unfall-Fotos verkaufen wollte.Aber ich bin nicht hier zum Überzeugen ich sage nur meine Meinung und gut ist ^^

Ich kann die anderen Gründe auch verstehen die Industrie sollte man sowieso nicht unterstützen und Fleisch hat mir damals auch nicht besonders gut geschmeckt.

Da helfen bei mir auch keine Argumente wie "Wir sind alle nur Tiere". Ja, ich bin ein Säugetier, aber nein, ich bin keine Kuh, sondern ein Mensch.

Womit ich eben wieder dabei wäre das wir eben Wesen sind die sich selbst reflektieren können. Fakt ist einfach das wir das leben von Lebewesen vernichten und wenn wir Biofleisch essen dann hatten diese wenigstens ein schönes leben.Dazu kann man sagen:

normaler Omnivore<Biofleisch Omnivore<Vegetarier<Veganer

So sehe zumind. ich das was nicht heisst das diese Menschen automatisch "besser" sind da es sowas wie "besser" oder "schlechter" sowieso nur in den Köpfen der Menschen gibt um sich selber besser darzustellen.

Nebenbei wäre es sowieso besser seinen Fleischkonsum zu reduzieren 75% aller deutschen Männer sind übergewichtig.Aber das nur am Rande.

edit: zum Edit von @Mic: Ja Das ist auch mal ein Grund die MEnschen wissen nicht wo ihr Fleisch herkommt und finden es bei süssen kleinen Tierchen 1000mal schlimmer als bei einer fetten Sau. Dabei sind Schweine auch sehr intelligente und lustige Tiere Smile

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Cel_Shaded am 17.07.10 16:31

Momentan bin ich irgendwie zu faul fürs Forum und nur stiller Leser, aber hier muss ich doch mitdiskutieren.

Ich esse eigentlich fast alles, egal ob Fleisch oder Pflanzen. Warum? - Der Mensch ist von Natur aus als Allesfresser konzipiert, vom Gebiss, vom Verdauungssystem und Generell von der ganzen Physiologie her.
Es ist auch deutlich schwieriger, seinen gesamten Bedarf an Proteinen und Vitamin B12 nur aus Pflanzen zu decken. So kommt es auch immer wieder wieder vor, dass Neugeborene von Veganern mit unterentwickelten Gehirnen auf die Welt kommen, weil ihnen im Mutterleib die Versorgung mit diesen Nährstoffen fehlt. Vegetarier, die auch Milch und Eier essen haben damit natürlich weniger Probleme.

Der Fleischverbrauch bringt natürlich auch einige negative Folgen mit sich.
Neben nicht artgerechter Haltung (Tierquälerei) ist der Rohstoffverbrauch für ein Kilo Fleisch immens. Mehrere Kubikmeter Wasser und Zentnerweise Sojaerzeugnisse werden für die die Produktion von nur einem Kilo verbraucht. Die Folgen davon sind Wasserknappheit und Brandrodung von Regenwäldern (massiver CO2-Ausstoß), denn man muss ja für den steigenden weltweiten Fleischverbrauch mehr Sojabohnen anbauen und dafür braucht man neues Ackerland. Außerdem stoßen Kühe bei der Verdauung von Gras Methan aus, ein 20-fach stärkeres Treibhausgas wie Kohlenstoffdioxid.

Nichtsdestotrotz esse ich gerne Fleisch, nicht allzu oft von Fastfoodketten, wegen dem globalisierten Scheißdreck, den ich grade erwähnt hab. Am liebsten mag ich Wild, von der Verwandtschaft selbstgeschossen. Da hab ich ich hochwertiges Fleisch, von einem Tier, das ein glückliches Leben im Wald verbracht hat und einen schnellen Tod durch eine Ladung Schrot erfahren hat.

aber was nutzen schon ein paar Menschen, die einigermaßen bewusst Fleisch konsumieren, wenn die restlichen 2 Milliarden, die Fleisch leisten können das nicht so genau nehmen. (Ja, richtig gelesen, über 4 Milliarden Menschen haben nicht ausreichend Zugang zu Nahrung und sauberem Wasser)


Zuletzt von Cel_Shaded am 17.07.10 16:45 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Darkfire am 17.07.10 16:40

Ich hasse dieses Thema... ja, ich esse Fleisch und ich esse Fleisch gerne und ich kann das mit meinem Gewissen auch vereinbaren, weil mir ein saftiges Steak nun einmal mehr schmeckt, als ein paar Blätter Salat. Davon alleine kann und will ich mich einfach nicht ernähren. Sicherlich tun mir die armen Tiere leid, wenn sie geschlachtet werden und ihr Leben für meine Existenz lassen möchten. Trotzdem schaffe ich es mit meinem Gewissen das auszublenden, wenn ich in einen Hamburger beiße.

Selbstverständlich bin aber auch ich dafür, dass Tiere artgerecht gehalten werden, damit sie zumindest "etwas" Würde bis zu ihrem Ableben genießen dürfen. Trotz alle dem muss ich Mic zustimmen - auch ich sehe mich selbst nicht als Tier, sondern als Mensch. Ich bin aufgrund meines Gewissens und meiner Entscheidungsfreiheit zu mehr fähig, als ein Tier. Dieses handelt nach seinen Instinkten und denkt vermutlich nicht groß darüber nach, was es gerade tut.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Mic am 17.07.10 16:47

Aran Jäger der II. schrieb:

Da helfen bei mir auch keine Argumente wie "Wir sind alle nur Tiere". Ja, ich bin ein Säugetier, aber nein, ich bin keine Kuh, sondern ein Mensch.

Womit ich eben wieder dabei wäre das wir eben Wesen sind die sich selbst reflektieren können. Fakt ist einfach das wir das leben von Lebewesen vernichten und wenn wir Biofleisch essen dann hatten diese wenigstens ein schönes leben.
Natürlich kann man es auch so sehen, aber die meisten Menschen, mich eingeschlossen, haben durch den Unterschied der Arten eben weniger Probleme damit.
Tiere aus Biohaltung haben zwar ein besseres Leben, als welche aus Käfighaltung, aber ob man dieses Leben als glücklich bezeichnen kann? Lässt sich etwas derartiges überhaupt an menschlichen Maßstäben messen?

Und zum Thema Fastfoodketten: Bei denen esse ich auch nur alle drei, vier Monate mal. Der Fraß schmeckt mir größtenteils nicht sonderlich gut und zu viel Müll will ich ja auch nicht in mich reinstopfen Wink

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Andy2600 am 17.07.10 19:15

Also ich bin seit 12 Jahren Vegetarier. Habe demnach also schon viel erlebt Smile

Was mir am meisten auffällt ist, dass sich fremde fleischessende Mitmenschen sich angegriffen fühlen wenn man sich "outet". Sie müssen sich dann gleich rechtfertigen. Deshalb gehe ich damit nicht so offen um wie andere. Aber ich denke jeder kann esen was er will (und es erlaubt ist) Wink

Für mich hat meine Vegetarismus weniger mit Gesundheitsfragen zu tun, als mit ethischen. Ich denke ein Mensch in der westlichen Zivilisation kann sich heute auch ohne Fleisch vollwertig ernähren.

Ein eigentlicher Tierfreund bin ich aber nicht. Aber wie gesagt ist das ganze für mich eher eine ethische Sichtweise.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von AleX Page am 17.07.10 19:39

Tut mir Leid, aber momentan fehlt mir hier einfach die ruhe alles komplett zu Lesen, aber trotzdem möchte ich kurz sagen wie ich dazu stehe.

Ich habe vom 2. Quartal 2006 bis 2008 kein Fleisch gegessen. Und auch danach bis heute nur sehr selten. Ich sehe mich nicht als Vegetarier, da ich alle paar Monate mal Fleisch esse, aber dann meist weil mich manchmal der Heißhunger auf Currywurst Grillwürstchen überkommt, und die Sojawürstchen Ersatzprodukte schmecken mir gar nicht. Ansonsten Esse ich ein paar mal im Monat, Vegetarische Filetstreifen und sowas, was auch verdammt Lecker ist Smile
Produkte wo Tiere drin sind, meide ich aber komplett, (soßen mit Speckpulver, Chips mit schinkenpulver, Läuseblut im Wodka Red), einzig bei Gummibärchen habe ich die Ausnahme, wenn sie jemand schon gekauft habe, nehme ich sie mir, aktiv unterstützen möchte ich dies aber nicht.

Wie angedeutet ist mein Hintergrund simpler Ekel. Ethische Gründe hat es bei mir also keine, zumindest Bewusst.


Tiererzeugnisse meide ich selber unbewusst. Eine gute Freundin ist Veganerin und wenn sie dann manchmal aus Heidelberg kommt, gibt es Vegane Gerichte die auch sehr gut schmecken. Persönlich ist mir das aber zuviel Aufwand und Sojamilch ist leider nicht so Billig wie Normale Milch. Um das Weiter auszuführen müsste ich auf mein Allgemeines Essverhalten eingehen was ich an dieser Stelle aber nicht machen möchte Smile

Abschließend möchte ich noch die "Feindschaft" von Pflanzenfressern und Fleischfressern ein wenig auseinander Fummeln.
Von den Fleischfressern die ich kenne kommen oft die Argumente der Missionierung, weil Pflanzenfresser ja was besseres sind (?) und ihre Weisheit Kundgeben möchten. Dazu wird es als "besser" angesehen und so verliert nur der Fleischfresser und wird direkt in die Ecke gedrängt.

Um den Punkt mit dem Gewissen auszuführen, wären wir wieder im Thread nebenan Arrow

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Darkfire am 17.07.10 21:08

Da möchte ich auch noch etwas hinzufügen. Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand Vegetarier ist - sofern man mich nicht mit der Tierbibel versucht zu bekehren. Ich habe in meiner wkw-Freundesliste eine Freundin aus dem Nachbarort drin, die Vegetarierin ist. Andauernd schickt sie mir (und ich denke auch alle anderen in ihrer Kontaktliste) Termine zu Infoveranstaltungen und sonst was. Bisher habe ich das gerne toleriert und ist sofort im Papierkorb gelandet, aber langsam reicht mir das. Ich esse Fleisch, sie soll es akzeptieren und vor allem respektieren!

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Aran Jäger der II. am 17.07.10 22:27

Danke @Cel_Shaded für den sehr kompetenten und neutralen Beitrag. Allerdings glaube ich das bei uns Menschen es nur sehr selten Fleisch gab und unser Körper deswegen an viel Fleisch nicht gewöhnt sein KANN.Allerdings hatte Fleisch den Vorteil das es eben viel Energie liefert deswegen hat uns gebratenes sehr gut geschmeckt und deswegen ist es heute auch noch so beliebt (ist bei Zucker übrigens dasselbe).Fakt ist allerdings das Menschen die Vegetarisch leben länger leben wie Menschen die mittel & viel Fleisch essen ABER auch genauso lange wie Menschen die wenig Fleisch essen.Allerdings ist nicht bekannt ob das nicht auch an anderen FAktoren liegen kann(Sind Vegetarier tendenziell eher bereit Sport zu treiben?)

Tiere aus Biohaltung haben zwar ein besseres Leben, als welche aus Käfighaltung, aber ob man dieses Leben als glücklich bezeichnen kann? Lässt sich etwas derartiges überhaupt an menschlichen Maßstäben messen?

Deswegen heisst es ja auch "artgerecht".Auch ein Mensch in den Industrieländern muss nicht glücklich sein aber die Wahrscheinlichkeit ist grösser als bei einem Menschen in Nigeria.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Secretkey am 17.07.10 23:48

Auch mal meine Meinung zu dem Thema, auch wenn ich das Gefühl habe, dass das wichtigste schon von verschiedensten Usern genannt wurde.
Also, ich persönlich bin kein Vegetarier und esse Fleisch - und das auch regelmäßig und ausgesprochen gerne. Das begründe ich nicht aus dem Trieb heraus Fleich essen zu müssen, um mich zu stärken (halte ich für ein blödsinniges Argument). Theoretisch könnte ich auch ohne Fleich auskommen - im Gegensatz zum Tier bin ich nämlich in der Lage, mir Alternativen zu suchen und mich danach auszurichten. Demnach könnte ich natürlich auf andere Produkte zugreifen und mich immer noch vernünftig ernähren, aber warum sollte ich, wenn es mir gut schmeckt und es mir die konfortable Situation erlaubt, Fleich zu konsumieren?

Sollte ich es nicht, weil ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, ein Tier zu verspeisen, das mal gelebt hat? Um ehrlich zu sein, kann ich dies sehr wohl. Ich erachte den Menschen im allgemeinen eben als etwas höhergestelltes als ein Tier. Nennt es Geist, freien Willen, ein komplexeres Leidensvermögen...natürlich ist da schwer eine Grenze zu ziehen, aber das ist nun mal meine Weltanschauung, die vielleicht nicht mit Fakten zu beweisen ist, die ich allerdings intuitiv auslebe und deshalb auch akzeptiert werden sollte. Da finde ich es einfach nur unglaublich penetrant, wenn dies für manche Menschen nicht zu bewerkstelligen ist und die einem diese Lebensweise vorhalten. Ich kenne auch viele Vegetarier, die dann einfach sagen: "Nein, danke - ich esse keine Gummiebärchen" und das wars. Keine Vorträge, kein Gefetze. Ich tausche mich gerne darüber aus, aber dieser ewige Missionierungs-Kultus geht mir auf den Keks. Wenn die mir gegenüber sitzende Person Vegetarier ist und diese Entscheidung in erster Linie seinem Gewissen unterliegt, finde ich das großartig, aber auch ich habe eben dieses Gewissen. Aber wie gesagt, die meisten Vegetarier, die ich kenne, sind da zum Glück keine Ignoranten und durchaus in der Lage die Haltung seines Gegenübers zu akzeptieren.

Doch was ist mit der Industrie, die dahinter steckt? Klar, finde ich Videos, in denen Tieren bei lebendigem Leibe die Haut abgezogen wird und die auf diverse andere Arten grausam zu Grunde gehen, immer wieder schrecklich und abschreckend und ich will nicht verhehlen, dass ich schon einige Mal danach auf mein Stück Fleich geguckt habe und mir gedacht habe...irgendwie ist das eklig. Offensichtlich ist dies allerdings nicht wirkungsvoll genug, um mich aus der Ruhe zu bringen und mir mein Essen zu vermiesen. Die Vorstellung von glücklich sterbenden Tieren ist zwar nett, aber da ich wie schon oben erwähnt in dieser Hinsicht keine ethisch verwerfliche Zwickmühle drin sehe, nehme ich auch Fleisch aus der Massenhaltung. Wobei...eigentlich ist der Gedanke, Tiere so artgerecht wie möglich zu halten, um sie danach zu schlachten, auch irgendwie komisch...

Also, ich persönlich sehe für mich darin kein Problem, Tiere zu verspeisen und überlasse da selbstverständlich aber jedem die Entscheidungsfreiheit.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Mic am 18.07.10 0:44

Aran Jäger der II. schrieb:
Tiere aus Biohaltung haben zwar ein besseres Leben, als welche aus Käfighaltung, aber ob man dieses Leben als glücklich bezeichnen kann? Lässt sich etwas derartiges überhaupt an menschlichen Maßstäben messen?

Deswegen heisst es ja auch "artgerecht".Auch ein Mensch in den Industrieländern muss nicht glücklich sein aber die Wahrscheinlichkeit ist grösser als bei einem Menschen in Nigeria.

Aber dennoch ist die ganze Geschichte nur aus menschlicher Sicht artgerecht. Ob die Kuh das auch artgerecht findet, können wir mit unseren komplexeren Gehirnen überhaupt nicht nachvollziehen. Deshalb wirst du nie genau sagen können, ob das Tier ein schönes Leben hatte. Du kannst nur sagen, das sie nach menschlichen Vorstellungen und Maßstäben ein solches leben durfte.
Ob es die Kuh mental völlig fertig macht jeden Tag auf der immer selben Weide zu stehen und nur zu fressen und zu schlafen oder es für sie das Nonplusultra ist, wirst du nie genau sagen können.
Und mit dieser Aussage tun sich wieder zehn weitere abstruse Abgründe auf, kann man eine Kuh mental fertig machen?
Worauf ich hinaus will, es ist einfach unmöglich zu entscheiden was für eine andere Tiergattung artgerecht sein soll. Vor allem wenn ihr Leben schon von vorne herein durchgeplant ist und auf einer einfachen Kosten/Gewinnrechnung aufbaut.

Aber lassen wir das, ich denke schon wieder viel zu viel wirres Zeug Razz

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Aran Jäger der II. am 18.07.10 9:59

Kühe sind relativ leicht zu durchschauen weil sie ein Gehirn haben das noch nicht so weit entwickelt ist wie unseres. Aber selbst wir wissen das unser Gehirn verschiedene Sachen mag dazu gehört:

-Sex und auch andere soziale Kontake
-Sonnenschein(ja auch Geeks)
-etc.

Theorethisch kannst du auch Kühische Gehirne scannen und schauen ob gewisse Hormone ausgestossen werden wenn man das bei mehreren Kühen macht weiss man was Kühe mögen.Zu dem haben Kühe ein zu kurzes Gedächtnis um zu begreifen das es immer die selbe Wiese ist. Aber ist es nicht genau dasselbe wie bei uns? Wir gehen jeden Tag auf die selbe Wiese und "arbeiten" und abends geht es wieder in den "Stall" wo schon unsere Mitkühe warten. sicher wir können dazwischen noch shoppen gehen aber eine Kuh denkt an so etwas einfach nicht ^^

Vielleicht gibt es auch einige Emo Kühe aber mal im ernst wie gesagt ist das Hirn der Kuh für ein Bewusstsein ("Kuh "A" ist nicht wiedergekommen als es aus dem Haus kam->Das Haus ist gefährlich) nicht wirklich ausgeprägt genug.

Ich muss übrigens sagen weil alle darüber meckern das ich wirklich sehr wenige Vegetarier mit Missionierungs drang kenne. Ich zum Beispiel bin seit 14 Tagen im ambulanten Dienst und die haben keine Ahnung davon das ich Vegetarier bin. Allerdings bin ich es schon gewohnt das Omnivore oft in eine Verteidigungs-("Mir schmeckt das einfach davon wirst du mich nicht abbringen") oder in eine Angriffsstellung("Ich kannte mal einen der einen kannte dessen Baby war eine Totgeburt und der Onkel war Vegetarier"). Das ist mind. genauso nervig.

Tiere so gut wie möglich zu halten nur um sie zu schlachten ist schon eine seltsame Vorstellung vor allem wenn man vegetarische Gedanken hat.Aber es ist mir so lieber als die Massenhaltung.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Cel_Shaded am 18.07.10 15:30

Tiere, die ganz unten in der Nahrungskette stehen, verbringen doch auch ohne den Menschen in der freien Natur ein "artgerechtes" Leben und werden am Ende auch gefressen. Deshalb auch schönes Leben vor Schlachtung bei Tieren unter des Menschen Obhut.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von Aran Jäger der II. am 18.07.10 20:49

Cel_Shaded schrieb:Tiere, die ganz unten in der Nahrungskette stehen, verbringen doch auch ohne den Menschen in der freien Natur ein "artgerechtes" Leben und werden am Ende auch gefressen. Deshalb auch schönes Leben vor Schlachtung bei Tieren unter des Menschen Obhut.

Das Artgerecht bezog sich auch sowieso eher auf Mic. Ja Tiere in freier Natur leben ein anderes aber auch artgerechtes Leben weswegen das Jagen bei mir auch eher bei "Biofleisch" anzusiedeln ist aber wer weiss wie lange das Tier noch weiter leben würde wenn der Mensch ihm nicht ein ende setzt. Ich kann den Standpunkt verstehen teile ihn aber nicht.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

Beitrag von psychohali am 19.07.10 14:47

ich bin sozusagen kannibalistischer vegetarier - ich esse seit meinem 12 lebensjahr keine "schwächere" spezies. mit menschenfleisch oder blut dagegen habe ich überhaupt kein problem.

auch finde ich es in ordnung, wenn man ein tier selbst erlegt, häutet, ausweidet etc und dann verspeist. was mich ankotzt sind die leute die die salami schön sauber im supermarkt abgepackt kaufen und gar nicht realisieren dass das ein lebewesen war. wenn man was essen will sollte man es auch übers herz bringen können es zu töten.

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Re: Der 2.te Vegetarier Thread

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