Mass Effect-Reihe

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Re: Mass Effect-Reihe

Beitrag von Dr. Sooom am 18.02.12 15:52

Details zum Inhalt der Demo-Version von Mass Effect 3 findet ihr in dieser News. Diese scheint durchaus umfangreich ausgefallen zu sein, benötigt dafür aber auch satte 1,8 GB (Xbox 360). Angespielt habe ich sie noch nicht.

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Re: Mass Effect-Reihe

Beitrag von Yoshi am 02.03.12 17:30

Nur noch eine Woche, langsam bekomm ich Kribbeln in den Fingern. Smile

Heute ist mein Artbook gekommen, sehr lohnenswert. Das Artbook zeigt übrigens auch die Schauplätze und Charaktere aus Mass Effect 3, aber ich will hier keinen spoilern. Leute, die wie ich das Artbook vom ersten Mass Effect besitzen, kennen natürlich einiges schon, aber es gibt auch zum ersten Teil neues Material.

Hab übrigens letzten Monat endlich meinen User-Artikel zu Mass Effect auf GamersGlobal veröffentlicht, dort geh ich neben den Spielen auch noch auf den DLC und das Merchandise rund um Mass Effect ein:

http://www.gamersglobal.de/user-artikel/die-mass-effect-serie

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masse

Beitrag von MarkedOne am 12.03.12 15:35

So ich melde mich nach einer gefühlten Ewigkeit auch mal wieder zu Wort.
Ich habe gestern Mass Effect 3 beendet und bin schockiert über das Ende.
Es ist kein schlechtes Ende, aber dennoch sehr weit von einem guten Ende entfernt.
Aber wenigstens bin ich nicht allein, denn im Bioware Social Network brennt Bioware verdient der Hintern.

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Re: Mass Effect-Reihe

Beitrag von Dr. Sooom am 12.03.12 16:02

@MarkedOne:
1. Bitte zukünftig gleich in den korrekten Thread posten. Danke.
2. Warum fandest du das Ende von Mass Effect 3 so "schockierend"? (Spoiler-Tag bitte verwenden.)

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Re: Mass Effect-Reihe

Beitrag von Tobbi am 21.03.12 1:50

Ich habe nun auch das Ende durchgespielt. Bereits im Voraus hatte ich gehört, dass das Ende nicht so toll sein soll und hatte mich dem entsprechend darauf eingestellt, aber geholfen hat es nicht wirklich etwas. Es ist nicht so, dass es ein Ende wäre, mit dessen Story ich nicht einverstanden wäre, nach dem Beispiel xyz stirbt, aber ich wollte, dass er/sie überlebt. Nein, es ist ein an sich unbefriedigendes Ende, da es in den letzten 10 Minuten die Story größten Teils über den Haufen wirft und so mehr fragen aufwirft als beantwortet. Aber nicht nur dass, das Ende zwingt einem dazu, zwischen 3 Scenarien zu wählen, die größten Teils alle mit dem im Konflikt stehen, was man in den gut 100 Stunden zuvor in der Galaxy erreicht hat. Man wird hier gezwungen, zwischen dem kleineren Übel zu entscheiden. Um dem ganzen dann noch die Krone auf zu setzen, werden danach die Konsequenzen dieser Entscheidung nicht ausreichend gezeigt, die Endsequenz unterscheidet sich bei den 3 Wahlmöglichkeiten überwiegend in der Farbe eines Energiestrahls. Ganz zu schweigen von den Logiklücken, die das Ende aufwirft.

Als Reaktion darauf protestieren die Fans natürlich nun und teilweise bilden sich auch Verschwörungstheorien, dass Shepard während dem Ende indoktriniert war und das echte Ende später per DLC nachgereicht werden soll.

Inzwischen soll es sogar soweit gekommen sein, dass Amazon und Origin den Kaufpreis an aufgebrachte Kunden zurückerstatten.

Ich glaube allerdings, dass es sehr schwer ist, die Einwände nachzuvollziehen, wenn man das Spiel und mindestens einen Vorgänger nicht selber gespielt hat. Bevor ich das Ende gesehen hatte, dachte ich, dass da wohl ein paar Fans überreagieren, nun verstehe ich aber deren Einwände nur zu gut.

Ich habe hier noch zwei gute Artikel gefunden, die erklären, warum die Fans so aufgebracht sind, beide spoilern aber auch massiv.
Mass Effect 3 Ending-Hatred: 5 Reasons The Fans Are Right

Why you enjoy art and the one problem with Mass Effect 3

Vor allem der letzte Artikel erklärt sehr gut, warum das Ende den Spieler emotional unbefriedigt und frustriert zurück lässt.

Im Folgenden beschreibe ich nun, was mich persönlich an den drei Enden stört, daher geht es im Spoiler-Tag weiter.

Spoiler:
Zunächst einmal die drei Möglichkeiten, die einem eine KI im Innerem der Zitadel offenbart:
1) Die Kontrolle über die Reaper übernehmen, daber Stirbt man und die Massenportale werden zerstört.
2) Alles synthetische Leben vernichten, also die Reaper einschließlich der Geth, EDI und man selbst, da man teilweise synthetisch ist. Die Massenportale werden ebenfalls zerstört.
3) Die DNA aller Lebensformen so verändern, dass sie sowohl synthetisch als auch organisch sind. Man selbst stirbt dabei und die Massenportale werden auch hier zerstört.

Ein großer Punkt, an dem ich mich störe, ist die Zerstörung der Massenportale. Die Massenportale haben in Mass Effect erst das reisen durch die Galaxie möglich gemacht, ohne diese sitzen nun Millionen von Lebensformen dort fest, wo sie gerade sind. Eine Reise durch die Galaxy mit Überlichtgeschwindigkeit würde Jahre dauern. Die gesamte millitärische Streitmacht der Galaxie hängt nun also im Orbit der verwüsteten Erde fest. Wenn man dies weiter denkt, kann dies doch nur zu einem Massensterben führen, da erstens für den Wiederaufbau der Erde wohl die Ressourcen ohne Hilfe aus anderen Teilen der Galaxie fehlen werden, und zweitens Quarianer und Turianer keine Nahrung von der Erde essen können. Auch die Heimatwelten der anderen Völker werden so wohl keine Hilfe beim Wiederaufbau bekommen könnten, da die nächste Hilfe einfach zu weit weg ist. Selbst Kommunikation ist dank der Zerstörung der Massenportale innerhalb der Galaxie kaum noch möglich, nämlich nur dann, wenn man einen Quantenverschränker hat, der auch mit dem verschränkt ist, mit dem man tatsächlich kommunizieren will. Neu bauen kann man die Massenportale auch nicht, da niemand so genau weiß, wie sie funktionieren, bzw wer sie überhaupt erbaut hatte.
Die galaktische Gemeinschaft, die man versucht hat zu retten, verliert man also auf jeden Fall, egal welche Möglichkeit man wählt.

Bei Möglichkeit 1 hat man den inneren Konflikt, dass man das ganze Spiel über versucht hat, dem Unbekannten auszureden, die Kontrolle über die Reaper zu übernehmen. Das ganze geht so weit, dass man erst zwei Minuten vor der Entscheidung den Unbekannten dazu gebracht hat Selbstmord zu begehen anstatt Shepard von der Zerstörung der Reaper abzuhalten. Möglichkeit 1 ist also kein Ende, das man mit seinem bisherigen Handeln moralisch einfach so rechtfertigen könnte.

Bei Möglichkeit 2 ist das Problem, dass man nur das gesamte synthetische Leben vernichten kann, nicht jedoch nur die Reaper. Dies bedeutet auch die Vernichtung der Geth und von EDI. Je nachdem wie man sich in Mass Effect 3 verhalten hat, hat man jedoch gerade erst für Frieden zwischen den Geth und den Quarianern gesorgt und EDI zu einer Art menschlichem Bewusstsein verholfen, das soweit geht, dass Joker und EDI nun ein Paar sind. Auch hier steht man wieder vor einem moralischem Dilemma. Um den ganzen noch eins drauf zu setzen, ist dies anscheinend auch die einzige Möglichkeit, bei der man vielleicht doch noch lebend davon kommen könnte. Diese Version hätte funktionieren können, wenn man nicht die Geth in Mass Effect 2 als doch nicht so böse Rasse dargestellt hätte und in Mass Effect 3 während des Spielverlaufes so deutlich herausgestellt hätte, dass auch friedliches synthetisches Leben möglich ist (siehe EDI und den Frieden mit den Geth). Oder man hätte bei dieser Möglichkeit besser nur die Reaper vernichtet und die restlichen synthetischen Wesen verschont.

Die 3. Möglichkeit klingt auf den ersten Blick eigentlich sehr interessant und gar nicht mal so schlecht, auch wenn der Gedanke eigentlich absurd klingt. Er sorgt zwar für endgültigen Frieden zwischen den synthetischen und organischen Wesen, ob es so eine tolle Idee ist, den gesamten Gencode der Galaxie umzuschreiben, wage ich jedoch zu bezweifeln. Zumal einem nie die Konsequenzen dieser Entscheidung aufgeführt wird.

Nach dieser Entscheidung fangen die Logiklücken aber erst richtig an: Denn nachdem der Energiestrahl von der Zitadel aus mit Hilfe der Massenportale über die Galaxie verteilt wurde, sieht man einen Film, bei der Joker mit der Normady und den Gefährten an Bord vor eben diesem Energiestrahl versucht zu fliehen, aber letztendlich auf einem Jungelplaneten abstürzt, auf dem dann Joker und die Gefährten aus der Normandy aussteigen. Wie Joker die Teammitglieder innerhalb nur weniger Minuten von der Erde aufsammeln und dann mit der Normandy durch ein Massenportal springen konnte, bleibt hier jedoch vollkommen offen.

Die restlichen Unklarheiten und Logiklücken möchte ich hier nun nicht weiter aufzählen, dies wurde schon sehr ausführlich im ersten verlinkten Artikel getan.

Was bleibt ist ein an sich sehr gutes Spiel mit einer tollen Geschichte, welche aber durch die letzten 10 Minuten stark getrübt wird. Nicht, weil die Story anders endet als erhofft, sondern weil sie im letzten Moment einen Storytwist macht, der zu wenig erklärt, zu schlecht präsentiert wird, der zu viele Logiklücken aufweist und in Folge dessen ,statt eine würdiges Ende zu liefern, einen unbefriedigten Spieler zurücklässt, der sich vieles selbst zusammen reimen muss, um die letzen Geschehnisse auch nur ansatzweise verstehen zu können.


Zuletzt von Tobbi am 21.03.12 17:39 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: Mass Effect-Reihe

Beitrag von Dr. Sooom am 21.03.12 11:57

Danke für die Aufklärung, Tobbi. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Fans bei solchen Enden nach drei Teilen aufschreien. Wäre ja lustig, wenn EA/BioWare ein "besseres" Ende als DLC anbieten würden. Hoffe jetzt aber mal nicht, da ich mir als Käufer dann veräppelt vorkäme.

Soll es von Mass Effect nicht auch noch ein MMO in naher Zukunft geben, oder verwechsle ich das jetzt mit einer anderen Videospiele-Reihe?

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Re: Mass Effect-Reihe

Beitrag von Harvest am 21.03.12 12:17

Dr. Sooom schrieb:Soll es von Mass Effect nicht auch noch ein MMO in naher Zukunft geben, oder verwechsle ich das jetzt mit einer anderen Videospiele-Reihe?

Es gab in der Tat mal Gerüchte über ein Mass Effect-MMO, mehr aber auch nicht. BioWare wäre auch schön blöd wenn sie so kurz nach SW:TOR noch ein MMO mit SciFi-Setting auf den Markt werfen. Damit würden sie sich nur selbst schaden.

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Re: Mass Effect-Reihe

Beitrag von Mic am 21.03.12 15:31

Ich habe Mass Effect 3 bereits am Donnerstag durchgespielt und muss Tobbi leider in den meisten Punkten zustimmen.
Ich halte das Ende für... interessant und würde es in einem anderen Spiel wahrscheinlich sogar gut finden, in einer Trilogie in der man keine Entscheidungsfreiheiten hat, in die man keine zusätzlichen 100 Stunden investiert, nur um einen 100% Spielstand in das nächste Spiel importieren zu können.
Denn am Ende ist es völlig egal, ob ich einen Paragon oder Renegade Shepard gespielt habe, ob ich alle Entscheidungen aus dem Bauch raus oder aufgrund nüchternen oder moralisch durchdachten Überlegungen heraus getroffen habe.
Es spielt nicht einmal eine Rolle welche Kameraden ich sterben lassen , im Gefecht verloren oder mit denen ich eine Romanze begonnen habe.

Das Ende ist immer das selbe und alles, für das man (über 100 Stunden lang) gekämpft hat, geht unausweichlich den Bach runter.

Und das eigentlich traurige ist, dass das Spiel bis zu diesen finalen Momenten das (meiner Meinung nach) mit Abstand beste Mass Effect ist. Die Story ist fesselnd und motivierend, die Bilder und Schlachten bombastisch und wunderschön gestaltet und das Kampfsystem fühlt sich endlich dynamisch und fordernd an.

Spoiler:
Ich habe im Übrigen die Synthese-Option gewählt, da ich diese immer noch für die interessanteste und spannendste Option halte.

Wobei aber das Reaper-Kontrolle Ende auch eine entscheidende Frage aufwirft:
Wer genau kontrolliert jetzt eigentlich die Reaper? Die Menschen? Ein einzelnes Individuum?
Und ohne Massenportale sind die Reaper die schnellsten Transportmöglichkeiten und noch dazu die tödlichsten Waffen der Galaxie. Und wenn man bedenkt, was die Schockwelle der Normandy angetan hat, vielleicht auch die einzige noch funktionierende Kriegsflotte innerhalb der Milchstraße.

Wer verdammt hält jetzt eigentlich diese unendlich große Macht?

Und solche Fragen kann man auch an die anderen beiden Enden richten, was ich damit sagen will, das Ganze scheint einfach nicht wirklich durchdacht zu sein Wink

Mic

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Re: Mass Effect-Reihe

Beitrag von Tobbi am 25.03.12 17:43

Noch ein toller Artikel, der mit Hilfe der Methoden zum Aufbau einer guten Heldengeschichte zeigt, dass das Ende von Mass Effect 3 schlecht ist: All That Matters is the Ending, Part 2: Mass Effect 3 Dass der Artikel Spoiler enthält, ist wohl offensichtlich Wink

Innerhalb des Artikels erläutert der Autor noch einen weiteren interessanten Aspekt, über den ich auch schon eine weile nachdenken musste:
Further evidence that this decision was not made by the writers, is that none of them have come forth to defend the ending. Not a single solitary member of the Mass Effect 3 team has stepped forward to try and at least explain what the ending was about, plug the insanely huge plot holes left, or even apologize for so royally screwing up.

Wenn ich eine Geschichte so enden lasse, wie ich es mir vorgestellt habe, und darauf hin andere dieses Ende kritisieren und Fragen dazu stellen, was mache ich als Autor normalerweise automatisch: Ich verteidige mein Werk und versuche zu erklären, warum ich die Geschichte so enden lassen habe wie sie endet.
Eben das ist bisher aber nicht passiert und lässt doch erhebliche Zweifel aufkommen, ob die Autoren auch selbst überhaupt mit dem jetzigen Ende zu frieden sind. Viel mehr entsteht dadurch der Eindruck, dass Ende könnte aus Zeit-/Geldmangel überstürzt zu Stande gekommen sein oder es steckt hinter der ganzen Sache noch mehr, als die Autoren zum jetzigen Zeitpunkt verraten möchte (Sprich Indoctrination Therory, etc.)

Tobbi

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Re: Mass Effect-Reihe

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