Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

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Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Harvest am 27.04.10 12:23

Hallo liebe Community,

wie bereits gestern angekündigt, eröffne ich hiermit den Thread für den persönlichen Rückblick eurer Gamerlaufbahn.

Viele von uns sind nun bereits seit gut 15 Jahren (einige wie ich auch etwas mehr) Gamer aus Leidenschaft. In dieser Zeit haben wir die verschiedensten Spiele der verschiedensten Genres auf den verschiedensten Konsolen gespielt. Doch wir alle sind mindestens einmal in unserem Leben in die Rolle von Super Mario geschlüpft und haben Prinzessin Peach aus den Klauen von Bowser befreit. Doch auch viele andere Erinnerungen verbinden uns mit Videospielen. Wer von uns hat nicht Tränen geweint wenn er ein episches Ende gesehen habt. Wer hatte dem Gegenspieler keine Rache geschworen, als dieser hilflose Menschen ermordete. Wer musste nicht herzhaft lachen, als er das erste mal die Raving Rabbids gesehen hat.

In diesem Thread könnt ihr eure persönliche Gaming-Historie aufschreiben. Doch möchte ich euch bitten hierbei einen bestimmten Stil beizubehalten. Dieser ist keine Pflicht, würde aber einfach besser aussehen wenn wir uns alle auf diesen einigen könnten. Den Stil seht ihr in meinem Beitrag. Versucht einfach ihn ähnlich aufzubauen.

Wenn ihr absolut keine Lust darauf habt könnt ihr es auch gerne in Stichpunkten schreiben, wobei ihr selbst durchaus wissen dürftet das dies nur halb so interessant ist wie eine richtige GEschichte. Also setzt euch doch einfach mal hin und erzählt ein bisschen was.

Ich für meinen Teil bin dann jetzt auch fertig und wünsche euch viel Spaß beim schreiben. Für Fragen stehe ich euch gerne per PN bereit.

Euer Harvest

PS: Mein Beitrag wird im Laufe des Tages noch folgen. Ich werde diesen Beitrag dan einfach editieren. Wer sich noch nicht sicher ist beim Aufbau wartet am besten einfach auf meinen Beitrag.


EDIT_________________________________________________________________________________________
Harvest im Wandel der Zeit
Meine persönliche Gaming-Historie

Heute möchte ich euch die Geschichte meiner Gamerlaufbahn erzählen. Eine Geschichte über die Suche nach der richtigen Konsole, den Höhen und Tiefen als Gamer und dem Alltag als solcher.

Part 1 – Die Anfänge
Das erste mal kam ich im Alter von 6 Jahren in Berührung mit Videospielen. Damals lieh meine Schwester mir ihren GameBoy inkl. ein paar Spielen. Hauptsächlich beschäftigte ich mich zu der Zeit mit Super Mario Land und Tetris. Da ich zu diesem Zeitpunkt nur wenig Ahnung von Videospielen hatte musste mir meine Schwester anfangs erklären wie das überhaupt alles funktioniert. Nach einer kurzen Einführung ging es dann auch schon los. Ich hatte Tetris erstmal links liegen gelassen und mich dem kleinen Klempner gewidmet. Wenn ich aber meinen damaligen Fortschritt in dem Spiel mit meinem heutigen Vergleiche. Kommen mir beinahe die Tränen vor lachen. Während es damals noch ein riesen Fortschritt war in die Pyramide zu kommen um gegen den Löwen zu kämpfen, ist es heute einfach nur noch selbstverständlich das Spiel in Rekordzeit durchzuspielen. Naja jedenfalls saß ich da Tag für Tag und versuchte erstmal weiterzukommen.

Die erste Begegnung mit einer Heimkonsole, hatte ich bei einem damaligen Freund der passenderweise auch mein Nachbar war. Er besaß damals ein Super Nintendo (SNES) auf welchem wir öfter Spiele wie Super Mario World, Super Mario Kart und F-Zero spielten. Alleine Super Mario World hat mich schlichtweg begeistert. Manchmal wollte ich am liebsten den Controller nicht mehr hergeben, aber leider war das ja nicht meiner.

Meine erste eigene Konsole bekam ich ca. 1 Jahr später, einen eigenen GameBoy. Natürlich hab ich mir hier sofort Super Mario land geschnappt und versucht weiterzukommen, was ich dann auch geschafft habe. Ich kam bis zum Endkampf der Unterwasserlevel welche man in einem U-Boot bereist. Tetris spielte ich zu diesem Zeitpunkt kaum noch, zu groß war die „Faszination Mario“. Diese setzte sich schließlich mit Super Mario Land 2 – Six Golden Coins fort, welches bis heute eines meiner absoluten Lieblingsspiele auf Nintendo-Handhelds ist.

Doch sollte ich erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren, was wahrer Hype bei Videospielen bedeutet. Dies war die Geburtsstunde der…


Part 2 – Pokémon
Sie sind die berühmtesten „Monster“ der Welt, feiern Erfolge bis zum geht nicht mehr, bescheren Nintendo jährlich einen Umsatz in Milliardenhöhe und sind einfach nicht mehr wegzudenken. Seien wir doch ehrlich: In jedem von uns schlummert ein Pokémon-Trainer.

Das erste mal erfuhr ich durch die NZONE (welche damals wenigstens noch so etwas wie Qualität besaß) von Pokémon. Damals gab es einen Bericht zu Pokémon Blue & Green und dem Hype in Japan. Danach musste ich mich erstmal in diversen Zeitschriften schlau machen, da mich das ganze doch schon sehr interessiert hat. Kurze Zeit später folgten dann auch bei uns die ersten Editionen sowie eine TV-Serie und das Sammelkartenspiel. Natürlich war ich bei allen 3 sofort dabei und schlichtweg begeistert von der Möglichkeit kleine Monster zu trainieren und in den Kampf zu schicken. Ash war für mich einfach nur ein Held, dessen Abenteuer ich täglich verfolgen musste. Die Sammelkarten wurden natürlich auch gleich gekauft und ich kann euch sagen das ich sie auch heute immer mal wieder raushole um eine Partie zu spielen. Aktiv sammeln tu ich sie heute aber nicht mehr. Pokémon ist dank zahlreicher Editionen, Sammelkarten und TV-Staffeln für mich auch heute noch etwas, dem ich mich nicht entziehen kann.


Part 3 – The New Dimension of Fun

Meine erste Heimkonsole sollte kurz nach dem GameBoy folgen. Das Nintendo 64 ist bis heute meine Lieblingskonsole, nirgendwo anders habe ich soviel Zeit mit den Spielen verbracht wie hier. Super Mario in 3D, meine erste Begegnung mit Link im wahrlich epischen Ocarina of Time, meine Pokémon in 3D-Arenen, die damals noch qualitativ hochwertigen Games von Rareware, das alles hat mich wortwörtlich (entschuldigt die Ausdrucksweise) geflasht.

Ocarina of Time zählt bis heute zu den meist durchgespielten Games meiner Sammlung. Ich war einfach fasziniert von Hyrule, den Menschen dort, den Gegnern, einfach von allem.

Mario Kart 64 sorgte für stundenlanges Multiplayer-Vergnügen mit Freunden, auch wenn wir uns danach oft gehasst haben weil einer der Sieg kurz vorm Ziel noch durch einen Panzer genommen wurde.

Pokémon Stadium war für mich wahrlich einer der Höhepunkte der Konsole. Hier konnte ich erstmals meine Pokémon in voller 3D-Pracht erleben und in verschiedenen Arenen antreten.

Weitere Spiele die mich viele Stunden gekostet haben wären Pokémon Snap, Pokémon Stadium 2, Banjo-Kazooie, Donkey Kong 64, Jet Force Gemini und noch viele mehr…

Während dieser Zeit schaffte es aber noch eine weitere Konsole in meinen Besitz: der GameBoy Color. Auf diesem spielte ich aber die meiste Zeit nur Pokémon Gold & Silber. Hatte natürlich auch andere Spiele, aber diese haben mich längst nicht so gefesselt wie die beiden oben genannten. Diese konnte ich schließlich auch mit Pokémon Stadium 2 auf dem N64 verbinden um wieder einmal in die 3D-Arenen zu ziehen.


Part 4 – Die ersten richtigen RPGs

Das N64 wurde bis zum erbrechen gespielt, doch irgendwann wollte ich mal etwas anderes probieren. Also lieh ich mir in einer Videothek in der Nähe eine Playstation samt Spielen aus. Diese gefiel mir so gut, dass ich bereits nach kurzer Zeit an Weihnachten eine geschenkt bekam. Eine Spielereihe gefiel mir dabei besonders gut: Final Fantasy. Mit kaum einer anderen Reihe (ausser vielleicht Pokémon & Zelda) habe ich soviel Zeit verbracht wie mit Final Fantasy. Am meisten begeistert war ich vom 9. Teil, welcher in der Welt Gaia spielte und eine wirklich vielseitige Geschichte erzählte. Bis heute ist Teil 9 der meistgespielte.

Aber auch ein weiteres Rollenspiel hatte es mir angetan: The Legend of Dragoon von Sony Computer Entertainment. Dieses Spiel lieh ich mir von einem damaligen Mitschüler aus und spielte es wirklich viele Stunden. Stellenweise gefiel es mir doch tatsächlich besser als Final Fantasy, was für mich bis dato eigentlich unmöglich schien.

Abgesehen davon spielte ich noch Harvest Moon: Back to Nature, Tony Hawks Pro Skater 2 & 3 sowie diverse Anime-Games (Digimon World, DragonBall Final Bout).


Part 5 – Von Spielewürfeln und fortgeschrittenen GameBoys
Nintendo GameCube und GameBoy Advance hießen die nächsten beiden Konsolen. Während ich auf dem GBA die meiste Zeit nur mit Pokémon & Zelda verbrachte, verdanke ich dem Gamecube besonders schöne Stunden mit besonders schönen Spielen.

Alles nahm seinen Anfang mit Luigis Mansion, welcher mein Starttitel war. Ich habe mich für diesen entschieden weil ich einfach ein großer Mario-Fan bin und es deshalb fast schon selbstverständlich für mich war, auch Marios Bruder durch ein Spiel zu lenken. Kurz darauf folgte der Launch-Titel Star Wars Rogue Leader und ca. 3 Wochen später das Highlight schlechthin: Smash Bros. Melee, welcher mein meistgespielter GC-Titel ist.

Doch die großen Titel, die mich die meiste Zeit gekostet haben, sollten erst später folgen.

Paper Mario 2: Bis heute mein absolutes Lieblingsspiel auf dem Gamecube. Der Humor und die Aufmachung des Spiels begeistern mich immer wieder.

Zelda Wind Waker: Ein Experiment, aber ein gelungenes. Cel-Shading passte zu diesem spiel wie die Faust aufs Auge. Die Thematik des Windes und der riesige Ozean fesselten mich Stunden.

Tales of Symphonia: Neben Paper Mario 2 das beste RPG auf Nintendos Spielewürfel. Ich bin dankbar, dass ich ein solch geniales Stück Software spielen durfte.

Starfox Assault: Während der Singleplayer-Mode förmlich für den Allerwertesten war, habe ich viele Battles im Multiplayer erlebt die ich so schnell nicht mehr vergessen werde.

Metroid Prime: Mein erster Ausflug ins Metroid-Universum hat mich dermaßen begeistert das ich viele ältere Titel nachgeholt habe.

Ach ich könnte noch stundenlang über GC-Spiele reden, aber dann wird dieser Beitrag hier viel zu lang. Meine Meinung dürfte klar sein, der GC war trotzt Rares Abschied eine von Nintendos besten Konsolen.


Part 6 – Noch mehr RPGs und das Leben als Gangster
Playstation 2, wer den Namen hört dürfte sofort sagen: Beste Konsole ever. Der Meinung bin ich, wie sollte es anders sein NICHT!!! Die Playstation 2 ist definitiv eine gute Konsole aber im Vergleich zur GC-Software hat sie den kürzeren gezogen, denn auf dem Gamecube sprechen mich wesentlich mehr Titel an. Warum also hab ich mir den schwarzen Kasten trotzdem gekauft? Nun die Antwort lautet in erster Linie auch hier: Final Fantasy. Daher ist es nicht verwunderlich das meine beiden ersten Spiele Final Fantasy X und X-2 waren. Später folgten dann auch noch Final Fantasy XII und Dirge of Cerberus aus der FF VII-Compilation.

Abgesehen davon befinden sich noch weitere RPG-Kracher wie Dark Chronicle, Dragon Quest VIII und Rogue Galaxy in meiner Sammlung.

Aber auch die GTA-Reihe hatte es mir zu diesem Zeitpunkt angetan. Mein erstes Spiel war San Andreas. Ich war wie jeder andere sicherlich auch erstmal begeistert von der riesigen Spielwelt und den Möglichkeiten die einem geboten wurden. Danach folgten noch Vice City und die Portierungen von Liberty City Stories und Vice City Stories.


Part 7 – Doppelter Spaß
Nintendo DS, Gott was liebe ich diesen Handheld. Allein die Tatsache das ich für diese Konsole die meisten Spiele besitze spricht doch schon für sich. Auf keinem anderen Handheld trifft man auf so eine Spielevielfalt wie auf dem DS. Egal ob ich mein Gehirn trainieren will, Kochrezepte brauch, ein paar Minispiele zwischendurch machen will oder mich richtigen Spielen wie Mario & Luigi, Metroid Prime Hunters, Pokémon oder Zelda widme, hier bekomm ich alles und das zu fairen Preisen. Der Nintendo DS ist einfach wirklich ein Handheld für jedermann und das ist in seinem fall nichtmal wirklich schlecht. Inzwischen besitze/besaß ich die Modelle Classic, lite (verkauft) und den DSi. Lediglich den DSi XL werde ich mir wohl nicht zulegen da mein DSi noch in einem fast neuwertigen Zustand ist.


Part 8 – Der Reiz von Online-Welten
World of Warcraft war die nächste Station, doch will der ein oder andere sicher wissen wie es dazu kam. Bereits bevor ich es gespielt habe, hab ich mich viel mit MMORPGs beschäftigt. Mich hat das ganze einfach interessiert, gespielt hatte ich zu dem zeitpunkt aber noch keines. Also beschloss ich eines Tages mir mal das Spiel zu holen. Nach tagelangem Patch-Download (blöd wenn man so eine lahme Internetverbindung hat) ging es dann auch los. Ich begann zuerst auf Seiten der Allianz und spielte dort eine Weile einen Nachtelf-Druiden, da mich die Klasse einfach interessiert. Allerdings bemerkte ich schnell das mir die Klasse nicht liegt, also verbrachte ich die meiste Zeit damit die richtige Kombination aus Rasse und Klasse zu finden, was mich schließlich zu meinem Tauren-Jäger brachte, den ich bis zum (vorläufigen) Ende meiner WoW-Karriere spielte.

Mir gefiel WoW und das ganze drumherum, jedoch wurden mir die Quests zu schnell langweilig weshalb es dann auch nach einiger Zeit wieder vorbei war. Ein paar Monate später versuchte ich es erneut und kam auch gut voran, doch die Pflicht rief, da das letzte Jahr meiner Ausbildung begann und ich mich lieber darauf konzentrieren wollte. Das letzte mal gespielt habe ich im vergangenen Jahr, aber nur für ein paar Tage da ich zu diesem Zeitpunkt noch genug anderes zu tun hatte. Eine Rückkehr nach Azeroth ist aber definitiv geplant und wird auch definitiv noch in diesem Jahr stattfinden. Den anders als andere habe ich absolut nichts gegen dieses Spiel und sehe es nicht als Mittel das Suchtkranke erschafft, denn das ist einfach nur gelogen. Wenn ihr euch nur auf Nachrichtenberichte darüber verlasst seid ihr selbst dran blöd. Mir macht WoW Spaß, wenn auch nicht immer. Deshalb bin ich aber kein Abhängiger.


Part 9 – Wii will rock you!

Als Nintendos Wii im Dezember 2006 erschien, begann für mich im Media Markt meines Vertrauens ein Kampf um Leben und Tod. Bei grade einmal 4 Konsolen für Leute die nicht vorbestellten, war ein rennen um sein Leben vorprogrammiert. Doch ich hatte es geschafft und war innerhalb weniger Minuten Besitzer einer Wii. Ich glaube ich bin in meinem Leben noch nicht so schnell gerannt. Doch die Monate danach waren abgesehen von Zelda: Twilight Princess eher ernüchternd. Kaum ein vernünftiges Spiel schaffte es in die Läden, stattdessen nur Mist von irgendwelchen unbekannten Firmen die die Wii für sich entdeckt haben. Doch es gab einen Lichtstreif am Horizont, die E3 2009. Diese bot nämlich einen Hammer nach dem andern und zeigt uns nun endgültig das die Wii eben doch kann. Ich bin jedenfalls voll zufrieden meiner Konsole und oute mich an der Stelle einfach mal als jemand der auch gerne mal ein Casual-Spiel spielt. Dann aber nur hochwertige wie Endless Ocean oder Wii Sports.


Part 10 – ThreeSixty
Die XBOX 360 ist (abgesehen von meinem DSi) meine jüngste Konsole. Zwar hat sie mir anfangs ziemliche Probleme bereitet (musste 2mal zur Reparatur wegen Überhitzung, etc.) doch nun läuft sie 1A und hat mir schon viele schöne Stunden beschert. Heute finden sich viele hochkarätige Titel wie Mass Effect, Assassins Creed oder Resident Evil 5 in meiner Sammlung. Am meisten angetan habens mir jedoch Biowares Dragon Age: Origins und Fallout 3 von Bethesda. Diese beiden können die größte Spielzeit vorweisen. Die 360 will ich inzwischen nicht mehr missen, da sie eine großartige Abwechslung zur Wii geworden ist.


Zusatzpart – Was die Zukunft bringen wird!
Darauf will ich an der Stelle gar nicht mal so eingehen. Ich lass mich einfach überraschen welche Ideen die Spieleentwickler haben. Lediglich die Zukunft von Natal und Playstation Move interessiert mich momentan wirklich. Von den Spielen her natürlich Zelda Wii 2 und Pokémon Black & White.


Gaming gestern und heute – Der Vergleich
Meine Art zu spielen und mein Verhalten gegenüber Videospielen haben sich selbstverständlich geändert. Während ich anfangs noch ein blutiger Anfänger war der erstmal alles lernen musste, bin ich heute jemand der ein riesiges Wissen auf den verschiedensten gebieten (Nintendo, Playstation, XBOX, PC-Games, MMOs, etc.) besitzt. Aber auch die Spiele haben sich geändert und das leider nicht nur zum positiven. Parade-Beispiel ist wohl Rare, die heute einfach nicht mehr an ihre damalige Klasse rankommen. Aber auch Nintendo hats ich stark verändert. Während ich mich früher zu N64 und GC-Zeiten wirklich extrem auf ein neues Spiel gefreut habe, hat sich dies heute ziemlich geändert. Klar freut mans ich noch aber eben nicht mehr bei jedem Spiel. Hier passt am besten der gute alte Satz: Früher war alles besser!


Danksagungen
Wenn wir schon einen solchen Thread haben, will ich mich natürlich auch mal bei den Spielefirmen bedanken dir mir so viele schöne Spielstunden beschert haben.

Mein besonderer Dank gilt hierbei natürlich Nintendo und Shigeru Miyamoto, welche mich seit meiner Kindheit begleiten und mir definitiv die schönste Gaming-Zeit von allen beschert haben. Danke!

Mein nächster Dank geht an Eiji Aonuma, für die Übernahme der Zelda-Reihe seit Majoras Mask und die Tatsache das er wirklich was daraus gemacht hat und an Satoshi Tajiri für die Erfindung der Pokémon. Danke!

Mein dritter Dank geht an Square Enix, denn ohne Final Fantasy komm ich heute einfach nicht mehr aus. Ich brauch diese Spielereihe, auch wenn sie zuletzt eher schlechte Spiele hervorbrachte. Danke!

Mein letzter Dank geht an keinen Spieleentwickler, sondern an Darkfire. Dieser hat mir nämlich bei der Auswahl des Titels für diesen Thread geholfen. Danke!


Zuletzt von Harvest am 27.04.10 18:09 bearbeitet, insgesamt 4 mal bearbeitet

Harvest
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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Aran Jäger der II. am 27.04.10 14:49

Da mein Computer gerade abgestürzt ist als ich auf Senden klicken wollte kommt meiner wohl auch erst heute abend wenn ich wieder die Lust gefunden habe Mad

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Harvest am 27.04.10 18:06

@AranJäger: In Word schreiben und zwischenspeichern. Das Problem hatte ich aber auch oft mit dem PokéMag Sad

So mein Beitrag ist absofort im ersten Post zu finden. Viel Spaß beim lesen.

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Darkfire am 27.04.10 19:58

@Harvest
Kein Problem, immer wieder gerne. Bei dir bekomme ich ja schließlich auch Hilfestellungen, wenn ich mal etwas wissen möchte. Das beruht also auf Gegenseitigkeit! Smile

Ich werde mich allerdings vorerst nicht zum Thread äußern, da mir in diesen Tagen die Zeit dazu fehlt. Zum Ende der Woche hin (nein, damit meine ich noch nicht das Wochenende) werde ich meinen Post aber auch hier niederschreiben, auf den ich selbst schon gespannt bin.

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Dr. Sooom am 27.04.10 20:52

Ein Mega-Artikel (2.468 Wörter), aber trotzdem sehr interessant zu lesen.

Und gleich mal ein Tipp von mir, wenn ihr solche langen Texte verfassen wollt: Bitte erst lokal (zB in Word) den Text verfassen und erst wenn er final ist, ihn hier mittels Copy & Paste einfügen. Nichts ist ärgerlicher, wenn Daten verloren gehen.

@Harvest: Du hast mich da auf eine Idee für einen neuen Blog-Eintrag gemacht. Schon mal vielen Dank dafür.

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Shorty am 27.04.10 22:05

Hier kommt dann auch meine ganz persönliche Geschichte. Erstmal vorweg: Der Thread ist eine echt coole Idee. (Sowas sollte es auch für das ganze Leben und die Selbstwahrnehmung abseits von Games geben, in meinem Post kommt eh schon einiges Privates vor.^^)

Shorty im Wandel der Zeit
Meine Gaming-Karriere

Teil 1 - Mein Stiefvater
Ja, schon ein komischer Einstieg für dieses Thema, aber meine erste Danksagung geht wohl eindeutig an diesen Mann. Er war nach meinem Vater der erste Freund meiner Mutter, ich war damals noch nichtmal in der Grundschule. Er besaß ein zu der Zeit hochaktuelles SNES, an dem ich auch immer viel mit ihm gespielt habe. Er hatte wirklich wahnsinnig viele Spiele, von denen mir aber die wenigsten - ganz klar abgesehen von Super Mario World und Donkey Kong Country - so prägnant in Erinnerung geblieben sind.

Teil 2 - Erste PC-Erfahrungen
Ich liebe die späten 90er. Ich denke gerne an diese Zeit zurück und nicht nur, wenn ich die Musik von damals höre, geht mir einfach das Herz auf, sondern auch spieletechnisch. An meinem ersten eigenen PC habe ich viel und gerne gespielt, meistens gemeinsam mit meinem damaligen Nachbarn, mit dem ich noch heute trotz Wohnortswechsel seinerseits gut befreundet bin. So waren zum Beispiel für uns als Dritt- oder Viertklässler die damals hochmodernen Lego-Spiele (Besonders Island oder Racers, später auch die Fortsetzungen.) das absolut Größte. Auch bauten wir gemeinsam mit Rayman 2 unsere Liebe für die Rayman-Serie auf. Meine erste wirklich tiefe Singeplayer-Spiel-Erfahrung war der absolute Meilenstein Baldur's Gate.

Teil 3 - 360-Grad-Bewegungen in alle Richtungen!
Wir bleiben weiterhin vor der Jahrtausendwende. Während mich bzw. mich und meinen bestem Freund auf dem PC Spiele wie Theme Park World begeisterten, musste aber auch irgendwie mehr her. So schaffte ich mir in der dritten Klasse von meinem gesamten Ersparten ein orange-halbdurchsichtiges Nintendo 64 an, das zugleich einen Höhepunkt meienr Gaming-Karriere auslöste. Wir beide und noch einige andere wechselnde Mitspieler hatten Tag und Nacht Spaß mit Mario Kart 64, Mario Party (natürlich besaß ich auch für diese Plattform mein damaliges Lieblingsspiel Rayman 2) und natürlich Pokémon Stadium. Letzteres bescherte mir und uns so viel Freude wie noch kein anderes Spiel in meinem Leben. Übrigens besaß ich damals auch ein Modul von Pokémon Rot, das ich auch oft benutzt habe, aber meist nur im Nintendo 64 und gelegentlich auf dem GameBoy meines besagten besten Freundes. Mein erster eigener GameBoy folgte erst relativ spät.

Teil 4 - Konsolen gehen, Freundschaften bleiben
Meine Grundschulzeit verging und mit ihr das Jahrtausend und an meiner Spielweise änderte sich zunächst wenig. Auch als schließlich der Gamecube erschien, kümmerte uns das wenig und wir spielten weiterhin fleißig Mario Party 1 und Pokémon Stadium, doch auch das verlief sich irgendwann im Sand. So kehrte ich mehr oder weniger automatisch zum PC als Hauptspielinstrument zurück. Von meinem Konfirmationsgeld leistete ich mir Anfang des Jahrtausends eine echte Höllenmaschine, die ich auch heute noch, z.B. jetzt im Moment beim Tippen benutze. (Obwohl ich den Kauf inzwischen bereue, aber dazu später mehr.) Meine schönsten Erinnerungen knüpfe ich diesbezüglich an Rayman 3. Mit erwähntem Nachbarn und besten Freund habe ich dieses Spiel wirklich oft durchgespielt. Manchmal haben wir ganze Wochenenden zusammen verbracht, haben allen möglichen Mist bei uns im Dorf gemacht und dann abends bzw nachts, wenn wir wieder bei mir waren, Rayman 3 weitergespielt und dazu unsere Späße gemacht. Später hatten wir auch stets unsere wegen Pokémon Rubin bzw. Saphir frisch erworbenen GameBoy Advance dabei. Das war eine großartige Zeit.

Teil 5 - Harte Jahre für Shorty
Ich wurde älter und irgendwie interessierten sich in meinem Umfeld immer weniger Leute für Videospiele (mein besagter bester Freund war inzwischen weggezogen), insbesondere auf Konsolen. Zwar traf man sich noch regelmäßig zu LAN-Partys, aber irgendwie nur pro forma, verbunden mit Alkohol, Glücksspiel und Döner. So wenig, wie mir das Trinken bedeutete, so wenig Gefallen fand ich auch an den meisten "ganz harten" Ego-Shootern (Die große Ausnahme ist Quake 3, das liebe ich auch heute noch, weil es einfach so völlig abgedreht und wahnsinnig ist.^^), mit denen sich irgendwie jeder so cool fühlte. Ich hingegen fühlte mich dann spieletechnisch aber eher alleingelasssen, lediglich an Warcraft 3 fand ich stets großes Gefallen, leider wurde das Spiel bei uns viel zu selten gezockt. Jetzt, wo niemand mehr wirklich mit mir spielen wollte, mussten ja irgendwie Spiele her, mit denen ich auch so Spaß haben konnte. So folgte bald die (übrigens sehr späte) Anschaffung eines Nintendo Gamecube im Bundle mit Mario Kart Double Dash. Auf Flohmärkten und im Internet konnte ich zu dieser Zeit sehr schnell und sehr günstig sehr viele sehr tolle Spiele anhäufen. Mein Favorit ist und bleibt natürlich Tales of Symphonia, das ich inzwischen 13 mal durchgespielt habe und einfach vergöttere. Außerdem erwähnenswert sind noch Zelda: The Windwaker und Metroid Prime. Auch nicht verschweigen möchte ich übrigens den Außenseiter in der Liste, Tony Hawk's Underground. Das Skaten (eins meiner damaligen Hobbys), die Dialoge und die Musik drückten irgendwie mein Lebensgefühl zu der Zeir aus. Irgendwo (genauer: Am Launchtag des DS) in dieser (im Nachhinein gar nicht so schönen) Phase folgte auch die Anschaffung eines Nintendo DS. (Übrigens bis heute mein Lieblingsspiel hier: Metroid Prime Hunters) Durch die beiden genannten Konsolen wurde ich wieder zum echten Nintendo-Fan.

Teil 6 - Neue Freunde, neue Welten
"Revolution" war angekündigt und auf dem Gamecube hatte ich irgendwie alles nachgeholt, gute Spiele kamen nicht mehr nach. Unglaublich passend war das Angebot einer Bekannten. Sie hatte noch 5 Monate WoW zu verschenken und so schnupperte ich in das Spiel herein und war begeistert. Später als Heildruide fand ich meine Bestimmung und hatte unglaublich viel Spaß mit meinem Charakter und den Leuten, die ich ingame kennengelernt hatte.
Gleichzeitig fand ich in der Schule (in der ich übrigens damals eher schlecht war.) einen tollen neuen Freund, mit dem ich nicht nur spieletechnisch viel gemein habe. So spielte ich mit ihm viel Mario Kart, Super Smash Bros. Melee, Mario Smash Football und alle möglichen anderen Multiplayer-Spiele für den Gamecube. Ja, wir spielten sogar Tales of Symphonia im 2-Spieler-Modus gemeinsam durch. (Inzwischen übrigens auch Teil 2.) Das bescherte mir endlich wieder tolle Multiplayer-Nächte und machte mir auch viel mehr Spaß als zum Beispiel ein MMORPG. So hatte ich auch irgendwann irgendwie keine Lust mehr auf World of Warcraft und hörte langsam-schleichend auf. Schließlich fügte ich meiner Sammlung für einige Multiplayer-Spiele noch eine gebrauchte PS2 hinzu, die aber im Endeffekt trotz des geringen Preises eher ein Fehlkauf war.

Teil 7 - Und Gaming war wieder gesellschaftsfähig
Mit meiner wiedergewonnenen Faszination an Multiplayer-Spielen wartete ich schon sehnsüchtig auf Wii und wurde nicht enttäuscht. Zu den folgenden Jahren muss ich nicht viel sagen, außer dass ich spieletechnisch selten so glücklich war wie zur Zeit. Ich kann einfach wieder mit JEDEM spielen. (Insbesondee als WoW-Spieler hatte ich ja früher hart mit Vorurteilen zu kämpfen.^^) Die "typischen Jungs unter uns" (Ballern, Bier, Fußball.^^) finden Zocken heute genauso normal wie die Mädels, mit denen man genauso gut New Super Mario Bros. Wii oder Mario Kart Wii spielen kann. Meine Wii begleitet mich fast überall hin und alle haben Spaß. Besser geht es aus meiner Sicht kaum.
Irgendwann zwischendurch erwarb ich bei einem Hertie-Ausverkauf übrigens auch noch eine Xbox 360 Arcade. Das tat ich eigentlich nur, um eine Plattform zu haben, auf der ich Tales of Vesperia spielen konnte. (Übrigens wurde ich auch hier nicht enttäuscht.) Heute ist die Xbox bei mir übrigens eher selten in Betrieb. Manchmal - vorwiegend in Ferien - finde ich die Zeit, ein großes Rollenspiel wie Fable II oder Blue Dragon, das ich günstig irgendwo bekommen kann, anzufangen. Ansonsten nutze ich die Konsole noch, um ab und zu mit ein paar Retrofans Streetfighter IV oder Soul Calibur IV zu spielen.

Abspann - Wie finde ich Gaming heute und was bringt die Zukunft?
Wie jede Geschichte hatte meine Gamerkarriere ihre Höhen und Tiefen. Und ich bin froh, dass heute der absolute Höhepunkt erreicht ist. Ich bin zum Casual- und Multiplayer-Gamer geworden und hatte noch nie so viel Spaß beim Zocken. Heute würden mir wieder mindestens 20 "ganz normale" Leute einfallen, die ich spontan anrufen und zu einem Zockerabend (insbesondere zu einer 8er-Parte Bomberman Blast. Göttliches Spiel, Leute!^^) einladen könnte, das ist sogar noch besser als zu N64-Zeiten.
Um noch eine kleine Anekdote anzubringen: Erst neulich erzählte mir eine Freundin, dass sie sich nun eine Wii gekauft habe, um ihre Familie wieder zusammenzubringen und mit ihr Spaß zu haben, da sie sich irgendwie auseinandergelebt hätte. Genau so wünsche ich mir Gaming auch für die Zukunft und werde - nach bisherigen Aussichten - wohl auch nicht enttäuscht. Spielen soll - dem eigentlich Wortsinn folgend - auch etwas Verspieltes sein und einfach Spaß machen.

Bonus-Track - Und was wurde aus deinem PC?!
Hachja, die gute dunkelblaue Monsterkiste steht hier immer noch rum und verursacht ein wahnsinniges Maß an Abluft. Hätte ich damals gewusst, dass ich schon wenige Jahre später nur noch alle 6-9 Monate ein PC-Spiel anfassen würde, das noch dazu meist recht alt ist, hätte ich wohl nochmal genauer über den Kauf nachgedacht. Heute gibt es Mini-Netbooks mit genau der gleichen Leistung wie diese antiquierte Höllenmaschine und ich glaube, es wird auch irgendwann auf genau so eines hinauslaufen. Hm... Ich bin übrigens auch iPad-Zielgruppe.^^

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Harvest am 27.04.10 22:29

Dr. Sooom schrieb:Ein Mega-Artikel (2.468 Wörter), aber trotzdem sehr interessant zu lesen.
2.468 Wörter? Da sieht man mal wieder das mir langweilig war Razz
Naja wie ich schon sagte war das halt eine Geschichte und keine 0815-Version meiner Laufbahn.

Zum Blog-Eintrag: Gern geschehen, aber dafür will ich einen Direct-Link Wink

@Shorty: Du sprichst mir stellenweise echt aus der Seele. Grade Theme Park World und Mario Smash Football sind Spiele die ich unbedingt noch hätte erwähnen sollen. Die hab ich auch echt lange gespielt. Toller Beitrag!

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Dr. Sooom am 27.04.10 22:56

@Harvest: Zwischen Planung und Durchführung liegen Welten. Wink Abonniere einfach den RSS-Feed. Aber in nächster Zeit wird sich da nicht viel tun, so viel schon mal vorweg.

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Darkfire am 30.04.10 11:13

Wie versprochen liefere ich euch meine Geschichte nach, vor dem Wochenende (obwohl meines theoretisch seit gestern Nachmittag bereits läuft). Wie Shorty werde auch ich einige private Informationen in den Text
einbauen, da es sonst einfach nicht möglich ist, die Geschichte konstruktiv und sinnvoll aufzubauen. In diesem Sinne: Let's go!

1. Teil - Das Zocken beginnt mit dem GameBoy
Früher waren wir sehr oft bei meiner Tante. Ich wollte immer mit, weil ich genau wusste, dass ihre Tochter (also sozusagen meine Cousine) einen GameBoy besaß. Kaum als wir da waren, Kuchen gegessen haben, hat mich meine Tante auch in ihr Zimmer geführt und dann wurde eben gezockt. Mit "Super Mario Land", "Kirby's Dream Land", "Tetris", "Othello" und "Prince of Persia" habe ich gelernt mit dem kleinen Gerät umzugehen. Leider wollten mir meine Eltern zu diesem Zeitpunkt noch keinen eigenen GameBoy kaufen, weshalb ich auch oft bei anderen Freunden war, nur um mal ein Videospiel zu zocken. Das kam natürlich nicht so gut an, aber was will man denn sonst machen, um einer interessanten Sache näher zu kommen? Als dann in Bonn der Promarkt eröffnet wurde, gab es als Einführungspreis die farbigen GameBoys für jeweils 50 DM. Das war einfach ein zu gutes Angebot, so dass meine Eltern mir schließlich zu Ostern 1996 einen GameBoy gekauft haben - inklusive "Super Mario Land". In den nächsten Wochen und Monaten hatte ich sehr viel Spaß in meiner Karriere als
Videospieler. Aber da ich mir allerhöchstens alle zwei Monate ein neues Spiel leisten konnte, habe ich mir auch sehr viele Titel von Freunden und Bekannten ausgeliehen. Kaum war ich aus der Schule zuhause und hatte die Hausaufgaben hinter mir (ja, die gute alte Zeit, wo ich die Hausaufgaben noch mittags erledigt hatte), wurde mein grüner GameBoy angeschmissen. Neue GameBoy-Spiele zogen sich bei mir bis zum Jahr 2001 durch (später mehr davon). Ein viel wichtigeres Ergebnis ereignete sich aber kurz vor meinem Namenstag am 19. Mai
1997.

2. Teil - Now you've playing with power - super power!
Das Nintendo 64 war bereits einige Wochen auf dem Markt, allerdings hatte noch kein einziger Freund den schwarzen Kasten bei sich zuhause stehen. Nur gelegentliche Ausflüge in zahlreiche Supermärkte oder Elektronik-Läden vergönnte mir das Vergnügen, mal "Super Mario 64" zu spielen. Und so begab es sich, dass ich unbedingt ein Nintendo 64 erwerben wollte. Schlussendlich habe ich meine Eltern wochenlang dazu überreden können, mir endlich eine stationäre Konsole kaufen zu können. Aber als ich dann in unserem Globus vor der Auswahl stand, ein Nintendo 64 mit "Super Mario 64" zu kaufen oder ein Super Nintendo mit "Super Mario World 2: Yoshi's Island" zu erstehen, entschloss ich mich spontan einfach für letztere Konsole, was sich in den nachfolgenden Jahren überhaupt nicht als Fehler erwies. Für das Nintendo 64 kamen meiner Meinung nach kaum gute Spiele heraus und Importe gab es nun auch nicht so viele, die sich gelohnt hatten. Auf dem Super Nintendo hatte ich deshalb von Anfang an alles. Eine große Palette an fantastischen Spielen und viele Freunde, die diese Spiele auch besessen haben. Bis zum Jahr 2001 war das Super Nintendo meine Hauptspielkonsole Nummer 1. Auf keiner anderen Konsole gab es so viele hochwertige Rollenspiele, sodass ich niemals auf einer anderen Konsole lieber spielen wollte. Allerdings wurde es mit der Zeit immer schwieriger, neue Super Nintendo-Spiele zu kaufen, auch auf dem Flohmarkt lichtete sich das Feld langsam. Und Importe waren mir damals noch zu teuer.

3. Teil - Der Rest vom Fest
Als ich Ende 2001 die letzten GameBoy und Super Nintendo-Spiele kaufte, waren darunter natürlich auch zahlreiche "Pokémon"-Spiele. 1999 wurde ein wahrer Boom hierzulande ausgelöst, der es quasi unmöglich machte, um dieses Phänomen drum herum zu kommen. Anfangs waren noch viele Freunde von den Monstern begeistert, aber bereits 2001 mit den wohl besten Editionen aller Zeiten, der goldenen und silbernen Edition kam es dazu, dass man Spieler von "Pokémon" einfach nur verspottete, sie würden Kinderspiele zocken. Ihr merkt: Das Zeitalter der PlayStation und der PlayStation 2 hatte unlängst begonnen. Doch als überzeugter Nintendo-Fan, stand ich zu meiner Überzeugung (was sich in der Realschule nicht gerade positiv für mich entwickelte) und ich blieb standhaft. Es war mir so was von egal, was die anderen mir gesagt haben, Hauptsache ich war zufrieden. Jedenfalls kaufte ich mir im Juli 2001 zu meinem Geburtstag noch ein Pikachu-Nintendo 64 inklusive "Pokémon Snap". Auch mit diesem Titel hatte ich sehr viel Spaß. In den nachfolgenden Jahren kaufte ich mir noch ein paar weitere Spiele, die man aber quasi an zwei Händen abzählen kann. Die besten Nintendo 64-Spieler (für mich) sind und bleiben einfach "Paper Mario" und "The Legend of Zelda: Majora's Mask". Mit keinen anderen Spielen auf dieser Konsole verbinde ich so viele schöne Moment, wie mit diesen beiden Titeln.

4. Würfelspiele
2002 war es das erste Mal in der Geschichte meiner Videospiel-Laufbahn, dass ich mir eine Konsole zum Release kaufte. Der dritte Mai 2002 war für mich einer der schönsten Tage in meinem Leben. "Luigi's Mansion" und vor allem "Star Wars Rogue Squadron II: Rogue Leader" haben wunderbar gezeigt, welche Power im Gamecube steckte. "Pikmin" und "Super Smash Bros. Melee" vollendeten den Kreis der guten Spiele erst einmal, denn ein paar Wochen nach Gamecube-Start habe ich in meinem Leben mal richtige Scheiße gebaut, worauf ich jetzt aber aus persönlichen Gründen nicht näher eingehen möchte. Fakt war: Ich durfte erst einmal einige Monate lang keine Spiele mehr zocken. Aus meinen Fehlern habe ich allerdings gelernt und so auch erkannt, wer noch mein Freund ist. Von den ganzen miesen Typen habe ich mich dann sofort abgelehnt, es hatte also auch etwas Gutes für mich. In den nachfolgenden Monaten und Jahren gab es dann auf dem Gamecube auch super viele Spiele, die vor allem auch noch größtenteils hochwertig waren. Und der Gamecube-Hype hielt bei
mir bis zum Jahr 2006 an, wo die letzten Titel in den Läden erschienen.

5. PC-Erfahrungen
2003 kaufte sich mein Bruder einen neuen PC, ich bekam dafür seinen alten geschenkt. Nett, aber mit einem Pentium 1 (120 Megahertz), 16 MB RAM (ich konnte nicht mal bei "Might and Magic VI" hohe Texturen einstellen, da diese 24 MB RAM benötigten) und einer 8 MB-Grafikkarte konnte man nicht so viel anstellen. Trotzdem wurde "Might and Magic VI" bis zum Crash des PCs in den Osterferien halb durchgespielt, "Heroes of Might and Magic II" hingegen wurde dann auch mit ein paar Freunden sehr gerne gespielt. Hauptsächlich wurde auf dem PC aber mit dem RPG-Maker gearbeitet, der mir sehr viele Freude bereitet hat. Den PC besitze ich übrigens auch heute noch, weil ich irgendwann einfach gerne mal mein RPG-Maker-Spiel von damals angucken möchte, da dieses unzählige Stunden Freizeit verschlungen hatte. Leider besitzt der PC (da er aus dem Jahr 1996 stammt) über keine USB-Steckplätze, keinen Brenner und mein heutiger Rechner erkennt schon keine IDE-Platten mehr, weshalb eine Verschiebung der Daten höchstens über ca. 30 Disketten möglich wäre. 2003 war es aber soweit und ich kaufte mir für 800 Euro den zweiten Rechner meines Lebens, dieses Mal aber mit mehr Power (stellt euch jetzt bitte das typische Männergrunzen vor!). Ein Intel Pentium IV mit 3 GHz, 512 MB Ram und einer 128 MB Radeon 9200SE haben mein Spielvergnügen gleich ins Tausendfache gesteigert. Besonders "Mafia" habe ich im darauf folgenden Jahr gerne gespielt, auch die "Grand Theft Auto"-Serie war ein stetiger Besucher meines Systems. So lernte ich auch mein PC-Lieblingsrollenspiel kennen. "Gothic II: Die Nacht des Raben" hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht. Eine stimmige Welt, "liebevolle" Charaktere und ein durchaus interessante Handlung haben das Spiel einfach perfekt gemacht. 2005 wurde aber auch dieser PC aufgemotzt. Nun prägte mich ein AMD 3200+, 2 GB RAM und eine 256 MB Radeon X800 GTO Ultimate. Endlich war es mir vergönnt, auch leistungsstärkere Titel zu zocken. Das grafische Wunderwerk "Oblivion" läutete gerade recht einen Boom in der Grafikindustrie ein. Besonders 2007 und 2008 konnte ich meine Kasten aber schon wieder vergessen. "Bioshock" und "Assassin's Creed" liefen nicht mehr auf meinem Rechner, schade. Also wurde 2009 direkt ein neuer Rechner gekauft. Aktuell beherberge ich also einen Phenom II X4 (2,8 GHz pro Kern), 4 GB RAM und eine 1024 MB Radeon 4800HD. Endlich konnte ich auch schöne Spiele wie "The Witcher", "Two Worlds", "Anno 1404" und "Der Herr der Ringe Online" in angemessener Grafik spielen, obwohl mir immer noch ein passender Bildschirm fehlt. Ein 15"-TFT-Bildschirm aus dem Jahr 2003 (der damals 300 Euro gekostet hat) tut es zwar noch, eine größere Auflösung als 1024x768 Pixel wäre aber schon lohnenswert.

6. Teil - Abstieg in die Onlinewelten
Da ich 2007 nun endlich auch über einen Internetanschluss "verfügte" (Insider wissen bescheid), wollte ich auch endlich mal ein Online-Rollenspiel zocken. Tja, was liegt denn da näher als "World of WarCraft" habe ich mir gedacht und es war somit das zweite MMORPG, das ich auf meinen Rechner knallte (aufgrund stundenlanger Updates habe ich erst einmal "Fly For Fun" ausprobiert, was aber bereits nach 30 Minuten keinen Spaß mehr machte). Anfangs gefiel mir das Spiel noch recht gut, man muss aber auch dazu sagen, dass ich noch neu in diesem Genre war. Zwei Wochen hielt die Trial an, gekauft hatte ich mir das Spiel dann doch noch, aber niemals mehr installiert (obwohl ich beide Add-Ons ebenfalls besitze). Allerdings haben mich dann vor allem in der letzten Woche unverschämte Spieler dermaßen genervt, mich als Noob beschimpft usw. So etwas gehört in kein MMORPG und wenn Blizzard das nicht hinbekommt, solche Typen zu bannen, dann tut es mir leid. Glücklicherweise startete auch die "Herr der Ringe Online"-Beta in dieser Zeit, ein Spiel wo ich mich sofort heimisch fühlte. Plötzlich merkte ich, dass "WoW" ja überhaupt keine anständige Handlung hat, ein Grund mehr niemals mehr nach Azeroth zurück zukehren. In "HDRO" habe ich sehr viele nette Leute getroffen, tolle Gespräche geführt und Freundschaften geschlossen, die auch heute noch außerhalb des Spiels weiter bestehen. Obwohl das Spiel bereits drei Bände groß ist, habe ich es noch nicht geschafft, über den ersten Band hinaus zu kommen. Mir fehlen für Online-Rollenspiele einfach die Zeit, glücklicherweise bietet Turbine das günstige Lifetime-Abo an (einmal 150 Euro und gut ist) und aufgrund dessen, macht es einfach immer mal wieder Spaß für ein paar Tage zwischendurch nach Mittelerde zurück zukehren. Ein MMORPG, das besser als "HDRO" ist, muss meiner Meinung nach erst noch erfunden werden. "Star Trek Online" ist ja ein gutes Beispiel, wie man eine Lizenz in den Sand setzen kann. Einzig allein "Star Wars: The Old Republic" könnte es schaffen, mich von "HDRO" wegzulocken, aber das ist jetzt eine andere Geschichte.

7. Doppelt hält besser
2006 kaufte ich mir einige Monate vor Wii-Start aus heiterem Himmel einfach mal einen DS mit "Mario Kart DS". Während anfangs noch wenige Spiele folgten, wuchs meine Sammlung in den nächsten Jahren bedeutend an. Auf dem DS erscheinen sehr viele gute Spiele, auch wenn schon so der eine oder andere Mist dabei ist. Man hat aber niemals das Gefühl, dass ganze Regal wäre voller schlechter Titel, die keiner haben will. Auch heute noch kaufe ich mir gerne mal ein DS-Spiel, wie es bei "Pokémon SoulSilver" und Co. der Fall war. Mit dem DS hat Nintendo wirklich ein tolles Videospielsystem entworfen, dass gute Spiele und Innovation vereinen. Auch wenn ich mir wünschen würde, sie würden mal ein vernünftiges "Zelda" oder "Mario" auf den DS zaubern. Die haben mir nämlich nicht sonderlich gut gefallen. Zumindest schaffen hier es Drittentwickler tolle Spiele abzuliefern. Alleine "Giana Sisters", "Anno", "Final Fantasy", "Might and Magic", "Phantasy Star Zero" und "Sonic" machen großen Spaß auf dem kleinen Handheld, den man auf der Wii in diese Umfang nicht unbedingt mit bekommt.

8. Wii - Hype um nichts?
Als ich am Abend des siebten Dezembers 2007 mit meiner Wii heimkam, war es um mich geschehen. "Wii Sports", "The Legend of Zelda", "Wii Play" und "Red Steel" haben mich voll und ganz vom neuen Konzept überzeugt. In den nächsten Jahren erschienen auch noch viele tolle Spiele, allerdings verlor Nintendo nach und nach mein Vertrauen. Nintendo hatte nur noch Metall und Räder... falscher Text... sie hatten nur noch das
Geld im Auge. Klar, bei jeder Firma geht es darum, gut zu wirtschafte und wenn man Iwata sagen würde, dass einem die Wii nicht gefällt und er das ganze Thema anders angehen sollte, würde er nur antworten: "Was ist denn die meist verkaufte Konsole der jetzigen Generation?". Darauf wiederum kann man nicht antworten. Nur Nintendo versucht die Spiele so leicht wie möglich zu gestalten, Innovation und dieser eklige weiße Apple-Stil vor dem eigentlichen Anreiz, ein Spiel zuspielen, zu setzen ist einfach falsch in meinen Augen. Mittlerweile sind ca. 70 Wii-Spiele in meiner Sammlung, die ich aber so meistens nie alle gekauft hätte. Es gibt schon viele gute Titel auf der Wii, allerdings schafft Nintendo es einfach nicht, mal ein paar Teams hinter Nachfolgern von "F-Zero" und Co. zu setzen. Nintendo ist für mich irgendwie schon gestorben, trotzdem hält sich die Konsole durch gute Dritthersteller-Spiele für mich am Leben. Abzuwarten, wie der Wii-Nachfolger wird. Noch so ein "Desaster" und mein Vertrauen ist ganz weg.

9. Von Frauen und der Xbox 360
2008 hatte ich mich in eine gute Freundin verliebt und anfangs schien es auch ganz gut zu laufen. Es lief sogar so gut, dass ich das Interesse an Videospielen teilweise verloren hatte. Für sie hätte ich alles aufgegeben, was
ich gehabt hätte. So doof es klingt, man soll sich für eine Beziehung nicht verändern, aber da hat das freiwillig angefangen. Mir war alles andere egal. Selbst meine neue Xbox 360, die ich mir im Sommer 2008 zum Geburtstag gekauft habe, stand nach ein paar Wochen nur noch im Regal rum. Mein einziger Lebensinhalt hat sich quasi um dieses Mädchen gedreht. Tja, wie Insider bereits wussten, ist daraus nie eine ernsthafte Beziehung geworden. Anfangs heuchelte sie mir die Sterne vom Himmel und als sich ihre beste Freundin einklinkte, haben sich ihre Ansichten auf einmal geändert. Ich habe immer gedacht, ich hätte mich in ihr getäuscht, aber als ich sie vor ein paar Wochen zufällig unterwegs mit einem Kumpel getroffen hatte, hat sich meine anhaltende Meinung nur bestätigt. Als ich mich dann nach dieser Enttäuschung erholt hatte, konnte ich auch mit der Xbox 360 wieder sehr viel Spaß haben. Titel wie "Lost Odyssey", "GTA IV" und "Star Ocean: The Last Hope" haben mir einfach sehr viel Freude bereitet, der Spaß am Spielen war wieder zurück. Als ich dann von einer weiteren Freundin in ähnlicherweise enttäuscht wurde (was allerdings "nur" an ihrer plötzlichen Abneigung gegenüber Männern lag), ging es mir nicht wieder so schlecht. Ich habe einfach daraus gelernt und wenn es eben nicht sein sollte, dann sollte es auch einfach nicht sein. Noch mal werde ich jedenfalls nicht meine Interessen vergessen, die mir zwischenzeitlich wieder besonders wichtig geworden sind.

10. Teil - Zurück in die Zukunft
Heute zocke ich eigentlich weniger für mich selbst, sondern eher mehr, um Reviews und Previws etc. für eine bekannte Online-Publikation zu schreiben. Seit 2008 schreibe ich leidenschaftlich gerne für dieses Magazin, welches sich ausschließlich mit Nintendo-Spielen beschäftigt (man entschuldige die angedeutete Schleichwerbung). Meine restliche Freizeit geht aktuell mehr für Freunde drauf (auch wenn davon auch oft zusammen gezockt wird) und da ich seit einigen Monaten wieder die Schulbank drücke, wird natürlich dementsprechend auch viel gelernt. Aber es macht mir Spaß. Klar, private Probleme gibt es weiterhin und ich gebe diese auch offen zu, wir sind hier ja schließlich so was wie eine große Familie, wo man andere versteht, respektiert und darüber reden kann. Aber alleine durch meine Auffassung des Glaubens an das Schicksal, hat meine Einstellung zum Leben stark verändert. Wer weiß, heute zocke ich vielleicht noch sehr viel und in einem Jahr vielleicht gar nicht mehr, aber dann weiß ich ganz genau, dass es so vorherbestimmt war.

Wer jetzt noch Fragen hat, darf sich natürlich gerne hier im Thread dazu äußern. Smile

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Harvest am 01.05.10 12:16

Erst einmal vielen Dank an die Admins für die Wahl zum Thema des Monats im aktuellen Newsletter. Ich hab mich sehr darüber gefreut als ich das grade gelesen habe Smile

Ich werde natürlich auch in Zukunft versuchen Themen zu finden die einfach die Spieler selbst, statt die gespielten Spiele in den Vordergrund stellt.

Ausserdem hab ich noch etwas in der Hinterhand, das muss ich aber erst mit Darkfire besprechen Wink
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Womit wir auch schon beim Thema wären, einem kurzen Kommentar zu Darkfires Beitrag:

Die Entscheidung sich kurz nach dem N64-Start einen SNES zu kaufen, mag für einige zwar ziemlich unlogisch erscheinen, ist aber aufgrund deines Beitrags voll und ganz nachvollziehbar. Software-mäßig gesehen haben zwar beide Konsolen einiges zu bieten aber da ich weiß das du gerne RPGs spielst scheint mir der SNES eine klügere Wahl gewesen zu sein. Das kaum gute Spiele für das N64 raus kamen mag ja stimmen, dafür sind diese guten aber qualitativ so hochwertig, das es sich einfach lohnt alleine deswegen ein N64 ins Haus zu holen. Ich habe ja in meinem Beitrag bereits geschrieben das das N64 meine bisherige Nr. 1 unter den Nintendokonsolen ist, das liegt natürlich in erster Linie an eben diesen Spielen.

Zu den Online-Spielen: Ein MMO das besser ist als HdRO gibt es, zumindest den Verkaufszahlen nach! Wie es von spielerischer Seite aussieht kann ich nicht beurteilen, aber ich denke das HdRO da doch etwas mehr zu bieten hat, zumindest für Story-Fanatiker wie mich. Aber besser verkaufen als WoW wird es sich nie. (Gott wieviele werden mich nach dieser Aussage hassen). Trotz allem Geläster: WoW kann man nicht besiegen, das ist einfach Fakt. Kein Spiel hat es geschafft solange an der Spitze zu bleiben. WAR hats nicht gepackt, HdRO hats nicht gepackt, Aion hats nicht gepackt und The Old Republic wirds auch nicht packen.

Das SW: TOR ich von HdRO wegbringen könnte, kann ich auch nicht verstehen. Auf mich wirkt es bisher nicht ganz so spannend da es stellenweise doch mal in Singleplayer-Partien ausarten soll. Bleib bei HdRO und versuch voranzukommen, haste mehr davon (und das sage ich selten bei feinster "Bioware" xD).

Zur Wii: Nintendo ist nicht für mich gestorben. Alleine im vergangenen Jahr hat man doch gemerkt das sie sich jetzt wieder etwas mehr bemühen. nur schade das es erst knallen muss bevor sie es checken.

Kurzum: Eine rundum gelungene Laufbahn die ich gern gelesen habe.
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Aber wo bleiben die anderen? Bisher haben wir nur 3 Laufbahnen. Ihr braucht euch für nichts zu schämen und es sagt auch keiner das ihr allzu private Details einbauen müsst. Kommt schon, da geht doch noch was Wink

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Secretkey am 01.05.10 14:49

Ich bin auch schon fleißig am tippen Very Happy Im Moment habe ich erst Teil 3 beendet, also rechnet damit nicht heute Abend. Ich bemühe mich Wink

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Shorty am 01.05.10 14:53

Yeah, endlich neues Futter für diesen Thread. Ich stehe voll drauf, die Geschichten zu vergleichen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu diskutieren.^^

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Darkfire am 01.05.10 17:12

@Harvest
Vielen Dank für die Kommentierung meines Beitrags, möchte aber gerne noch etwas dazu sagen. Selbstverständlich gibt es auch auf dem Nintendo 64 auch einige gute Spiele, das kann und darf man einfach nicht läugnen. Ich besitze heute ca. 50 Super Nintendo-Spiele und es gibt immer noch sehr viele Spiele, die ich unbedingt nachholen möchte (dazu bitte mal den VC-Thread öffnen und die Liste angucken). Und dann schau dir die Liste der N64-Spiele an, die ich gerne noch auf der VC sehen würde. Beides kann man aber gleichsetzen mit den Spielen, die ich mir auch so noch kaufen würde. Das Nintendo 64 hatte leider aufgrund der PlayStation einfach eine zu kleine Spielauswahl. Das Super Nintendo bietet mindestens genau so viele hochwertige Titel wie auf dem Nintendo 64, meiner Meinung sogar noch mehr. Und das mit den Rollenspielen ist so eine Sache. Ich wusste 1997 nicht einmal, was ein Rollenspiel überhaupt ist. Erst als ich mir auf dem Flohmarkt "Mystic Quest Legend" gekauft hatte, existierte für mich so etwas wie ein "Ritterspiel" (Ohne Scherz, so habe ich die Verkäufer auf den Trödelmärkten gefragt: "Was habt ihr denn für gute Ritterspiele hier?"). Auf dem N64 gab es hierzulande ja auch nur drei Rollenspiele, wenn ich mich nicht täusche. "Paper Mario", "Holy Magic Century" (was total unterschätzt wird) und "Aidyn Chronicles: The First Mage". Letzteres habe ich mir auch noch nachträglich gekauft vor einigen Jahren, aber bis Dato noch nicht gespielt. Abschließend möchte ich sagen, dass Nintendo 64 ist und bleibt eine gute Konsole, dessen Spiele zusammen genommen der Super Nintendo-Spielbibliothek aber keinesfalls das Wasser reichen kann.

Zu den Online-Rollenspielen: Das kein kostenpflichtiges Online-Rollenspiel an "World of WarCraft" heran kommen kann, ist klar. Blizzard hat die Zugänglichkeit (und somit vielleicht auch das Niveau) einfach dermaßen heruntergestreckt, dass es einfach massentauglich ist. Im Grunde ist da auch nichts verkehrtes dran, aber der Support, die Spielerriege und der "Sinn" im Spiel ist jedenfalls schlecht, nicht vorhanden oder mangelhaft. Alleine die User-Gamestar-Wertung zeigt ja, was die Spielergemeinde von dem Spiel hält (im Vergleich zu anderen MMORPGs). Bei "Der Herr der Ringe Online" werde ich auch bleiben und nicht zu "The Old Republic" wechseln. Letzteres würde ich mir sowieso nur anschauen, wenn es ohne monatliche Kosten daherkommt. Mir geht es lediglich um den Aspekt, wie man ein Spiel verpackt. Sprich Gameplay, Handlung und Zusammenhalt der Spieler - das kann ich mir bei "The Old Republic" ggf. teilweise besser vorstellen, als bei "Der Herr der Ringe Online". Es gibt aber immer noch zu viele offene Fragen bei "The Old Republic", weshalb man den Titel derzeit nur schwer einschätzen kann.

Und noch zu Nintendo: Ich sagte ja auch nur "irgendwie" und entmündigte den Satz quasi nach dem Komma. Die letzte E3 PK war zwar besser, als die von 2008, aber dennoch gab es sehr wenig zu bereden. Ich erwarte ja nicht gleich die Reformation der Videospielgeschichte, aber Nintendo verbleibt derzeit irgendwie an der einen und der selben Stelle. Sie haben herausgefunden, wie man Nichtspieler zu Spielern macht, die sich dann aber nicht Titel wie "Monster Hunter Tri" und Co. kaufen. Das man letztern Titel stark bewirbt, liegt aber sicher nicht an Nintendo. "Metroid Prime 3" und Co. wurden damals ja auch nicht stark beworben, da hat Capcom mit großer Sicherheit Geld fließen lassen. Egal, mal sehen wie es weitergeht, das soll hier jetzt zu keinem E3-Thread verkommen. Very Happy

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Shorty am 01.05.10 17:28

Verrückt, wie Zugänglichkeit und Niveau immer mehr als Gegenpole gesehen werden.^^

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Cel_Shaded am 02.05.10 17:58

So, hier die Chronik meiner Zockerkarriere, mit teilweise emotionalen Einblicken:

1. Jeder fängt mal klein an
2004, Sommerferien: Nachdem ich mit Biegen und Brechen den Übertritt aufs Gymnasium geschafft hatte und der Preis des GBA SP auf 99 € gesenkt wurde, habe ich meine Eltern endlich dazu überreden können, mir einen Game Boy zu kaufen (so ne Busfahrt nach Kroatien dauert ja schließlich sehr lang und wer will da schon ein quengelndes Kind bei sich haben?). Mein erstes Spiel damals war „Yu-Gi-Oh World Championship 2004“ (aus heutiger Sicht ziemlich schlecht aber für einen Grundschüler das höchste). Bald darauf habe ich mir wegen der Fernsehwerbung Zleda: The Minishcap gekauft, was mich damals aber noch ziemlich überfordert hat aber mein erster AAA-Titel war.

2. Jetzt geht’s los
Alle meine Freunde redeten auf einmal nur noch über ein Thema: Need for Speed Underground. Kurz nachdem sich mein damals bester Freund deswegen einen GameCube zugelegt hatte und bei den „Mario News“, einer unheimlich dämlichen Fernsehwerbung von Nintendo, ein silberner GameCube im Bundle mit Mario Kart: Double Dash!! Beworben wurde, bekam ich im Oktober 2004 meine erste Heimkonsole.

3. Schöne heile Welt (traurig, aber war)
2006: Wisst ihr, wie es ist, der totale Außenseiter zu sein, von der halben Welt fertig gemacht zu werden, obwohl ihr eigentlich nur ein normaler Schüler sein wollt und wegen dieser ganzen Misere in Depressionen versinkt? Nein? Gut, das will ich nämlich niemanden wünschen, weil ich das am eigenen Leib erleben musste.
Was macht man dann in so einer Situation? Entweder seinem Leben ein Ende setzen oder sich eine Umgebung suchen, in der man akzeptiert wird. In der Realität war so etwas nicht aufzufinden, aber da war ja noch so ein silberner Würfel mit bis dato nur zwei Spielen. Diese Zahl wuchs relativ schnell, denn auf Einmal war ich der Held – wenn auch nur virtuell, jeder schaute zu mir auf, weil ich gerade die Welt gerettet habe. Mein Interesse an Nintendo wuchs und dank der N-ZONE war ich bald ein treuer Nintendo-Fanboy der sich gerade auf die Wii hypet (und Sony war natürlich Scheiße). Die Wii hab ich mir deshalb gleich am ersten Tag geholt.

4. Gaming zum Hören
2007: Nach mittlerweile fast einem Jahr als glücklicher Wii-Besitzer stand der Launch einiger Kracher ins Haus. Allem voran Metroid Prime 3. Beim Durchblättern alter N-ZONEs ist mir ein kleiner Artikel mit einem gewissen Herrn Kleditzsch aufgefallen und da ich mittlerweile einen iPod Video besessen habe, kam ich auf die Idee, „Nintendocast“ in iTunes einzugeben und die aktuelle Folge hieß zufällig „Metroid Prime 3: Und dann?“. Zack, runtergeladen! Geil! Dank den drei Leuten da wurde ich also endgültig zum Nerd. Auch wenn das meiner Außenwelt in dem Ausmaß nicht aufgefallen war.

5. Frühjahrsputz im Winter
Nachdem dann Mir aufgefallen war, dass die ganzen Idioten, die für Punkt 3 verantwortlich sind, auf Einmal nicht mehr in meiner Jahrgangsstufe aufzufinden sind, ging es auch endlich in der Realität für mich aufwärts (wenigstens etwas Positives am G8). Ich spielte zwar immer noch ziemlich viel, aber war seit der Grundschule mal einer der Besten in der Klasse. Das Leben bestand also auf Einmal nicht mehr bloß aus Einsen und Nullen.

6. 2073600 Pixel
Das ist die Auflösung meines damals neuen Fernsehers, verteilt auf 37 Zoll holländischer Pracht. Dumm nur, dass es nichts gab, was diese Auflösung auszunutzen vermochte. Aber das Christkind schaffte Abhilfe und bescherte das viel zitierte „Rundum Sorglos Paket“ von Sony. Denn auf der Wii gab es irgendwie keine tollen Spiele mehr und Blu-ray hatte den Formatkrieg gewonnen.

7. Im Hier und Jetzt
2009 – Jetzt: Ich bin zufrieden und dank der PS3 konnte ich eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens erleben – Heavy Rain. Ich halte es immer noch für eine der genialsten Ideen in der Spielewelt seit der Erfindung des Analogsticks und deshalb ist und bleibt es mein absolutes Lieblingsspiel.
Schauen wir mal, was die Zukunft bringt. Ich freu mich drauf.


Zuletzt von Cel_Shaded am 02.05.10 20:18 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Odin am 02.05.10 20:00

Ich werde meine Rückblicks-Story im Laufe der kommenden Woche eintragen, mir fehlt derweil leider die Zeit für's Tippen.

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Shorty am 03.05.10 14:42

@Cel_Shaded: Wow, cool zu lesen. Du bist ja hier so ziemlich der erste, der erst vor wenigen Jahren (mit dem GBA SP) in die Welt der Videospiele eingestiegen ist. Ich finde es super-interessant, wie verschieden neuere und ältere Gamer die Spiele wahrnehmen.

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Mic am 03.05.10 15:15

Ich finde es auch tierisch interessant wie mit nur ein paar unterschiedlichen Faktoren ein völlig anderes und eigenes Erlebnis entstehen kann. Vor allem die Story von Cel_Shaded finde ich toll, da er sich in der selben Altersgruppe wie ich bewegt, nur mit dem Unterschied, dass er relativ spät zu spielen angefangen hat und ich sehr früh. Pokemon und das N64 haben mir quasi das Lesen beigebracht^^
Ein paar Jährchen Unterschied, verschieden eingestellte Eltern und schwupps ein komplett anderer Start. Faszinierend.
Ich sollte wohl auch mal meine Geschichte niederschreiben, aber zuerst muss ich noch den genauen Zeitpunkt der Anfänge eingrenzen Wink

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Shorty am 03.05.10 15:19

Da bin ich ja froh, dass ich nicht der einzige bin, der schon gespielt hat, lange bevor er lesen konnte.^^

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Cel_Shaded am 03.05.10 15:55

@ Shorty, Mic

Ich muss zugeben, dass ich früher immer neidisch auf die anderen mit ihrem Game Boy Color war, aber meine Eltern hielten das alles nur für Teufelszeug, das einen vom Lernen abhält und wollten mir deshalb nie so etwas kaufen.
Irgendwann bekam ich dann mal son billiges LCD Spielchen das wohl bei irgendeinem Supermarkt auf Grabbeltisch lag und als mich das dann nicht "veränderte", wurden meine Eltern auch endlich mal liberaler.
ich hab übrigens dann bei Verwandten später noch ein NES und ein SNES gefunden.

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Odin am 03.05.10 16:18

Shorty schrieb:Da bin ich ja froh, dass ich nicht der einzige bin, der schon gespielt hat, lange bevor er lesen konnte.^^
Also das hätte ich nicht besser ausdrücken können! ^^ Mich betrifft es nämlich genauso!

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Harvest am 03.05.10 22:24

@Cel_Shaded: Ich will an der Stelle jetzt gar nicht viel drumherum reden sondern gehe einfach mal auf 2 Dinge ein.

Zum Abschnitt "Schöne heile Welt":
Ich habe als ich in deinem (damaligen) Alter war auch einiges durchmachen müssen und hab mich oft mit Videospielen abelenkt, aber auch schnell bemerkt das das ein Fehler war. Es wäre schön wenn alles wirklich so einfach wäre, aber das ist es nicht. Also Augen zu und durch, hat mir persönlich sehr geholfen.

Zum Abschnitt "Gaming zum Hören": Ich war damals auch totaler Anhänger des Nintendocast. Das hat sich mit der Zeit (und der wahrlich sinkenden Qualität) aber gelegt. Trotzdem verdanke ich dem Nintendocast zumindest am Anfang viele schöne Podcast-Stunden.

Aber wenn ich die von dir genannte Person in der N-Zone gesehen hätte, hätte ich ganz andere Dinge mit der Seite getan. Denn wir beide kamen nie wirklich miteinander aus, da gabs schon die ein oder andere Auseinandersetzung. Deswegen kann ich inzwischen getrost auf diese Person verzichten Wink

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Secretkey am 04.05.10 1:21

Leute, es macht wirklich großen Spaß eure Gaming-Biographien zu verfolgen und ich glaube, wer mich noch aus alten Konsolenpodcasts-Zeiten kennt, wird wissen, dass man mit einem Thread, in dem man sich fast schon verpflichtet, viel zu schreiben, bei mir voll ins Schwarze getroffen hat. Ich habe dadurch selber Lust bekommen und präsentiere für alle Interessenten nun das Ergebnis:


Teil 1: Von passiv zu aktiv

Bevor ich meine ersten Schritte als aktiver Gamer in die große Spielewelt gesetzt hatte, musste natürlich erst ein Mal mein Interesse bezüglich Videospielen geweckt werden und zwar in einer Phase, in der ich meistens eher anderen dabei zuschaute, wie sie mit ihren Controllern bestimmte Aktionen auf dem Bildschirm initiieren konnten. Glücklicherweise sind mir von dieser passiven Phase auch noch ein paar Erinnerungen geblieben, die ich hier niederschreiben kann. So beziehen sich diese Erinnerungen vor allem auf dem Zeitraum 1994/1995 und das SNES. Ich weiß noch ganz genau, dass damals. als wir noch in einem Mehrfamilienhaus wohnten, ein Junge unter uns wohnte, mit dem ich mich ab und zu getroffen habe, um bei ihm das erste Mal ein SNES bestaunen zu dürfen. Im Nachhinein würde man die Spiele wohl eher als Lizensschrott abstempeln, aber damals waren Toy Story und Tiny Toons schon ein Highlight. Ebenfalls zuschauen durfte ich ein Mal der Tochter meines Patenonkels, die, als wir sie besuchten, Yoshi’s Island und Donkey Kong Country (1,2,3 ?) gezockt hat. Das hat mich schon damals sichtlich weggefegt und von springenden Kettenhunden träume ich somit noch heute manchmal. Das erste Mal, dass ich mich so wirklich mit Videospielen aktiv auseinandergesetzt habe, folgte dann auch relativ zügig: Weihnachten 1996. Geschenkt bekamen wir nämlich eine Art Game Boy Klon, auf dem bereits 7 Spiele wie beispielsweise Tetris und Snake vorprogrammiert waren und der uns zum nächsten Urlaub begleiten sollte. Der nachfolgende Klon war aber bei weitem spektakulärer: Ein NES mit einem Modul, das in etwa 20 Spiele beinhaltete. Dass dort auch eine Menge Schrott zu finden war, dürfte klar sein, doch schon damals setzte sich Qualität bei mir durch - deswegen werde ich die vielen Spielstunden mit den Perlen Super Mario Bros. und Contra niemals vergessen. Das könnte mitunter die prägendste Videospielerfahrung gewesen sein, die ich durchlebt hatte, jedenfalls habe ich absolutem Spaß am Gaming gefunden. Erst im Nachhinein erfuhr ich, dass all diese Geschenke von meiner Oma ausgingen. Meine Eltern standen dem ganzen sehr skeptisch gegenüber - etwas, was ich hier noch paar mal ansprechen werde.


Teil 2: Elternskepsis in der N64-Ära
Unser Glück - mit uns meine ich meinen kleinen Bruder und mich, der diese Zeit wohl in etwa genau so in Erinnerung behalten hat, wie ich meine kleine SNES-Eskapaden zu Anfang - währte jedoch nicht lange. Der NES-Klon hatte natürlich kein Nintendo Seal of Quality und das bekamen wir nach einiger Zeit auch zu spüren. Erst ist uns das Gerät ein Mal kaputt gegangen, wurde von meinem Onkel in Polen, dessen Kinder genau den selben Klon im Wohnzimmer stehen hatten, repariert, nur um dann ein zweites und letztes Mal kaputtzugehen. Ich würde diesen Zeitraum in etwa auf 1 bis 2 Jahre dezimieren, denn in der späteren Phase der Grundschule habe ich damit auf keinen Fall mehr gespielt. Zu diesem Zeitpunkt hat mich aber etwas ganz anderes viel mehr fasziniert: Die Werbung, dessen beworbenes Produkt endgültig die 3D-Ära eingeläutet hat! Ja, das Nintendo 64 war damals in meinem Kopf sehr präsent und schon bald sollte es nicht nur beim bloßen Anschauen der Werbung bleiben. Einst waren meine Eltern zu irgendjemanden eingeladen, dessen nähere Verbindung ich nun nicht mehr kenne. Der Punkt ist jedoch, dass der dort lebende Sohn in meinem Alter im Keller ein N64 besaß und zwar mit dem besten Spiel, dass er einem N64-Neuling wohl präsentieren konnte: Super Mario 64. Ich erinnere mich an diesen Videospielausflug noch ganz genau. Es fällt mir im Moment aber sehr schwer in Worte zu fassen, wie sehr es mich begeistert hat, volle 360° Bewegungsfreiheit zu besitzen und Mario samt Federkappe in die Kanonen zu geleiten, um ihn anschließend in den Himmel zum ersten Boss auf dem Gipfel des Hügels zu schießen. Oder wie ich meine ersten Rutschpartien hinter dem geheimen Fenster oder der Schneewelt genoss. Nun, etwa 12 Jahre später, kann ich ruhigen Gewissens behaupten: Super Mario 64 beziehungsweise meine ersten Stunden damit, war das Spiel, welches mich in meiner gesamten Videospiellaufbahn am meisten beeindruckt hat. Noch eine Woche danach konnte ich an nichts anderes denken und baute mir sogar aus Pappe ein N64 nach und malte in den Bildschirm ständig neue Spielszenen. Ein Jahr später, Mai 1999 zu meiner Kommunion, war es dann scheinbar so weit: Als ich von meiner Oma einen 500 Mark Schein in die Hand gedrückt bekam, war das erste, was ich gerufen habe wortwörtlich folgendes: “Jetzt könnte ich mir sogar 2 N64 kaufen!” Diese Euphorie blieb jedoch nicht lange. Schon wenige Tage danach überredeten mich meine Eltern, die von einem N64 im Hause wenig hören wollten, dazu, das Geld mit ihnen zusammenzuschmeißen, um uns davon unseren ersten richtigen, guten Computer zu kaufen - war sicherlich keine schlechte Investition. Doch ein N64 zu bekommen, schien zu diesem Zeitpunkt aussichtslos, weswegen ich mich auf ein anderes Ziel fokussierte: Der in diesem Jahr in Mode gekommene Game Boy Colour, den ich dank meines Freundeskreises schon ein paar Mal bestaunen durfte. Doch meine, was Videospiele angeht, recht konservativen Eltern, ließen da wenig mit sich diskutieren und auch das Versprechen, dass wir bloß eine halbe Stunde am Tag konsumieren wollten, half wenig. Die Barriere “Eltern” war nicht nur dafür verantwortlich, dass wir zu Hause kein N64 samt Super Mario 64 und Mario Kart 64 stehen hatten, sie brachten auch das Traumprojekt vom Game Boy zum platzen. Immerhin erreichten wir eines: Dass unsere Eltern stets wussten, wie sehr wir uns einen wünschen würden.


Teil 3: Komm und schnapp sie dir!

Und genau das kam uns am 29.06.2000 (ich habe es gegooglet), dem Tag, an dem persönliche Videospielgeschichte geschrieben wurde, zu Gute. Es war der letzte Schultag vor den Sommerferien und ich würde in nur wenigen Augenblicken meine Grundschullaufbahn beenden. Ich kam mit einem absoluten Spitzenzeugnis aus dem Gebäude getreten - genau genommen verhinderte bloß eine 2 in Kunst meinen Grundschulen Numerus Clausus. Mein Vater war davon so angetan, dass er, als mein Bruder und ich endlich im Auto saßen, kurzerhand brummte: “Ach wisst ihr was, ich kaufe euch jetzt diesen Game Boy!” Ein Traum wurde wahr und zum ersten Mal im Alter von 10 Jahren kauften uns unsere Eltern ein eigenes Videospielsystem. Schnell kam die Frage nach dem ersten Spiel auf und relativ schnell war auch die Antwort gefunden: Das erst seit kurzem in der Werbung propagierte Pokemon Gelb. Zwar hatte ich mich in der Grundschule immer gegen die kleinen Monster wehren können, weil sie meine geliebten Gogos vom Schulhof vertrieben, aber nun war die Neugier zu groß und ich merkte, wie schnell sich ein Hype auch auf einen einzelnen auswirken konnte. Am selben Tag kam noch mein Freund, der mich ein wenig mehr in das Spiel einweihte und die gesamte Pokemon-Erfahrung hat mich so positiv überrascht, dass ich mich vollkommen in dieses Universum fallen ließ. So nachhaltig beeinflusst kommen mir aus sentimentalen Gründen nicht nur fast Tränen, wenn ich an meine ersten mit 8-Bit Gedudel begleiteten Schritte im Vertania Wald denke, sondern auch weitere Pokemon-Editionen ins Haus. Anekdoten aus meiner Pokemon-Ära gehören eher in den Pokemon-Thread, fest steht jedoch, dass sich das Thema Pokemon noch lange durch meine Kindheit und Jugend ziehen würde und dass ich mit Editionen aus allen 4 Generationen sicherlich schon mehr als 1000 Spielstunden beschäftigt war. Das geht mittlerweile so weit, dass ich es wirklich bereue, keine Zeit für die neusten zwei Ableger zu haben. Aber bleiben wir bei der Chronologie: Ich glaube für den GBC besaßen wir nur zwei Spiele, die nichts mit Pokemon zu tun hatten. Pokemon Crystal kaufte ich mir auch noch, als alle anderen schon lange mit einem anderen System beschäftigt waren.


Teil 4: Ich will mehr!

Und dieses System kam damals unter dem Namen Game Boy Advance 2001 bei uns auf den Markt. Interessant ist auch, dass wir nun einen Zeitrahmen betreten, in dem ich mich bezüglich Videospielen das erste Mal im Ansatz informiert habe. Schuld waren hier mal wieder die Pokemon, durch deren Hype ich mir in gesunden Abständen das Kids Zone Magazin im Laden holte. Im Übrigen halte ich diese Zeitschrift für Kinder meines Alters für optimal. Der Fokus lag zwar nicht auf Videospielen, das hieß jedoch nicht, dass darüber nichts berichtet wurde. Ich erinnere mich noch an einige Reportagen, die mich als Jüngling wirklich entzückt haben. Unter anderem wurde im großen Rahmen der GBA-Launch gefeiert und mein erster Gedanke, als ich dieses Gerät und die dazugehörigen Spiele entdeckt hatte, war natürlich: Den muss ich haben! Zudem wurde in “Real” - unsere Hauptquelle für damalige Samstag-Einkäufe, an denen wir meistens teilnehmen wollten - in der Spielzeugabteilung ein GBA-Stand aufgebaut, den wir so regelmäßig besuchen konnten. Es gab kein schöneres Gefühl, als sich hinten angestellt zu haben, um dann kurze Zeit später endlich selbst Hand anlegen zu können. Das Spiel, was dort lief, war im Übrigen Super Mario Advance, das mir mit seiner Farbpracht, seiner Musik und natürlich auch aufgrund der Umstände sichtlich imponiert hat. Bloß wie soll man seine Eltern, die schon beim ersten Game Boy-Kauf Zustände bekamen und die sich stets im Glauben wähnten, Pokemon mache uns aggressiv, überreden uns nur 1 Jahr später das OK für das nächste Gerät zu geben? Zumindest im Sommer 2001 zunächst ein Ding der Unmöglichkeit. Ich erinnere mich noch genau, wie viele Stunden ich mit meinem Bruder draußen auf Inline-Skates verbracht hatte, um uns, während wir unsere Kreise drehten, darüber zu beraten, wie genau wir unsere Eltern überreden konnten. Wir versuchten es mit allen Mitteln: “GBA-Gemurmel” im “Schlaf” während unsere Eltern ein letztes Mal in mein Zimmer kamen oder auch unsere Behauptung, das Harry Potter-Spiel würde nur auf dem GBA erscheinen. Nichts half so sonderlich bis meine Eltern in den Herbstferien im Beisein meiner Großeltern vielleicht einfach genug genervt von uns waren, um nicht mehr konsequent zu bleiben. Mein Bruder und ich hatten jedenfalls genug gespart und waren mehr als bereit. Der eigentliche Kauf im Laden wird mir jedenfalls als klares Highlight in Erinnerung bleiben. Seltsamerweise verbrachten wir die erste Woche noch mit unseren alten Game Boy-Spielen und kauften uns erst dann unser erstes richtiges Advance-Spiel: Mario Kart Super Circiut. Mittlerweile befinden sich 11 Spiele in meiner Sammlung und fest steht für mich, dass dies der Zeitpunkt war, an dem für mich die Entwicklungsphase des potenziellen Vollblut-Gamers begann. Es wurde nicht nur Pokemon gespielt, sondern auch quer durch alle Genres getestet, sodass ich gerade durch den GBA den Zugang zu einigen Nintendo-typischen Franchises wie Zelda oder Metroid fand. Bemerkenswert war zu dieser Zeit auch, dass sich ein neues Verhältnis zu meinen Spielen entwickelte - wie dämlich das auch klingen mag. Landeten zu Pokemon-Zeiten die Spielepackungen in der Schublade, bekamen sie nun ein eigenes Regal, sodass sie zu jeder Zeit gut für mich zu sehen waren. Ich mochte es über meine Spiele nachzudenken und mich darüber mit meinem Bruder zu unterhalten und liebte das Gefühl, ein neues Spiel abstauben zu können - natürlich nur mit der Absegnung meiner geschätzten Eltern. Halten wir hier also fest, die Entwicklung war nicht mehr aufzuhalten: Ich wurde zum Gamer!


Teil 5: Planlosigkeit

Und ein echter Gamer kam natürlich nicht bloß mit einem Handheldsystem aus, sondern brauchte auch ein stationäres System, das sein Wohnzimmer zierte. Das war mir schon Anfang 2002 klar. Da natürlich niemals daran zu denken wäre, dass so schnell ein weiteres Videospielsystem Einzug in unseren Haushalt finden würde, brachte es meinem Bruder und mir den psychologischen Komfort, in Utopien zu versinken und uns auszumalen: Was wäre wenn? Doch das war gar nicht so einfach. Die Frage nach der richtigen Konsole erschien uns gar nicht so einfach und so kam es, dass sich unsere Meinung in etwa jede Woche aufs Neue änderte. Ich kann zwar versuchen, dieses Wirr-Warr in seiner Chronologie niederzuschreiben, so wirklich und in voller Bandbreite würde es mir aber nicht gelingen, deswegen hier die Kurzform: Mittlerweile von der Firma Nintendo doch schon deutlich gezeichnet, fiel die Wahl natürlich zunächst auf den Gamecube, der damals schon in der Kids Zone angekündigt wurde. Vielleicht weil sie schon greifbarer war und ich sie bei ein paar Freunden bereits ausprobieren konnte, wurde dieser Gedanke jedoch schnell von der Playstation 2 weggewischt. Dann passierte etwas ganz verrücktes: Ich wurde bei einem Freund - mein Freundeskreis hatte sich nach dem Eintritt ins Gymnasium natürlich verändert beziehungsweise geweitet - auf zwei N64-Spiele aufmerksam, die es mir sofort angetan hatten. Pokemon Stadium hat damals natürlich wieder mein Trainer-Instinkt geweckt und auch Super Smash Bros. war außerordentlich unterhaltsam gewesen. Könnte es also schaden, wenn ich die neuste Generation zunächst ein Mal warten ließ und stattdessen einen Schritt zurücktrete? Der Kauf eines gebrauchten N64 war schon wirklich in trockenen Tüchern. Meine Eltern gaben sich mit dem Kauf einer gebrauchten Konsole seltsamerweise einverstanden und so kam es, dass ich Anfang 2002 dann in der Wohnung eines anderen Freundes stand und schon einen 50 €-Schein gezückt hatte, um die angebotene Konsole samt Super Mario 64 und Wave Race 64 in Empfang zu nehmen. Doch unglaublicherweise wurde daraus nichts und zwar aufgrund einer bloßen Banalität: Er konnte seinen Scart-Adapter nicht mehr finden, ohne den wir die Konsole nicht bei uns anschließen konnten - und so platzte der Deal. Heute bin ich überzeugt: Das muss das Eingreifen einer höheren Instanz gewesen sein, die sich meiner erbarmte. Hätte ich das N64 nämlich damals gekauft, so hätte es wohl extrem lange gedauert, bis wir auch nur wagen könnten, den Wunsch nach einer weiteren stationären Konsole auszusprechen. Glücklicherweise kam eben alles anders und auch unsere Überlegungen, welche Konsole nun die richtige sei, fanden am 3. Mai 2002 ihr jähes Ende. Diejenigen, die sich bestimmte Daten gut merken können, werden es sicherlich schon wissen: Der Tag des Gamecube-Launch. Und obwohl natürlich zu diesem Zeitpunkt niemals an einen Kauf zu denken gewesen wäre, so betrat ich den Laden einen Tag später trotzdem voller Euphorie. Und heraus kam ich mit meiner ersten Ausgabe eines für mich noch neuen Magazins: Die N-Zone, die ich aber bloß gekauft habe, weil eine schicke VHS-Kassette mit der Präsentation des Spielewürfels beigelegt wurde. Nach dem Bestaunen von Titeln wie Luigi’s Manison, Star Wars Rouge Leader II und Super Smash Bros. Melee war die Entscheidung gefallen. Doch vom Kauf waren wir aufgrund unserer Eltern noch meilenweit entfernt. Wir schrieben sogar einen 8-seitigen Plan mit einer Argumentationskette, aber dieses Mal blieben sie zumindest zu diesem Zeitpunkt hart. Doch noch war der Traum nicht gestorben.


Teil 6: Polnische Wurzeln

Halten wir also fest - wir befinden uns nun im Sommer 2002 und bevor ich mit der chronologischen Auflistung der Ereignisse weitermache, würde ich gerne eine kleine Episode zwischenschieben, die die Wurzeln meiner Faszination für Videospiele zusätzlich aufzeigt und dann aber auch passend zur Chronologie im besagten Sommer endet. Ich war mit meinem Bruder nämlich nicht der einzige in meiner Familie, der sich für Videospiele interessierte. Die Rede ist hier tatsächlich von meinem Opa, den wir regelmäßig in Polen besuchten. An meine ersten Videospiel-Erfahrungen in Polen kann ich mich noch recht gut erinnern. Damals hatte er noch einen Commodore 64 bei sich stehen. Doch die Hardware inklusive der Software wurde immer besser. Das lag vor allem daran, dass mein Onkel (wir befinden uns nun die ganze Zeit über in Polen) IT-Spezialist ist, der meinen Opa in regelmäßigen Abständen mit neuen Spielen oder Demo-Versionen versorgte, die wir dann ausprobieren durften. Meine erste große Videospielliebe stellt wohl ein Jump ‘n Run namens Gex dar, das mich mit seinem Fernseh-Charme, den vielen Ideen und den verschiedenen Welten vollkommen faszinierte. Wahrscheinlich gehörte es auch zu den ersten Videospielen, die ich alleine durchgespielt hatte. Ein weiteres Spiel, dass mich bei einem weiteren Besuch aufwühlte war Tomb Raider III. Ich als Fan jeglicher Akrobatik konnte mich an diesen geschmeidigen Animationen der vielen Sprungmöglichkeiten natürlich schön aufreiben und schon damals war für mich klar: Videospiele der Zukunft könnten nicht mehr viel besser aussehen. Es war auch das erste Mal, dass ich mich in einem Spiel gegruselt habe. Im Übrigen habe ich selbst meine Oma mit diesem Spiel ein wenig begeistern können, weswegen mir mein Opa zur Belohnung eine weitere halbe Stunde schenkte. Die ultimative Videospielerfahrung bescherte mir jedoch ein anderes Spiel, das ich auf diesem Rechner zusammen mit meinen Cousins gespielt hatte: Tony Hawk’s Pro Skater 2. Ich weiß nicht, wie viele Stunden wir in dieses Spiel gesteckt haben, für mich folgten daraufhin jedenfalls noch weitere 4 Tony Hawk-Titel. Tatsächlich gehörten wir zu den Kindern, die erst durch dieses Spiel den Skatesport für sich entdeckt hatten und sich seitdem auch auf den echten Straßen Wunden zuzogen.


Teil 7: Und dann kam Gerrit

Auch wenn wir auf dem GBA und auf dem PC also noch ganz gut versorgt waren, so blieb der Wunsch -besser gesagt- die Utopie eines mit einer stationären Konsole bestückten Zimmers weiterhin bestehen. Tja, und dann kam Gerrit. Gerrit war ein Junge in unserem Alter, den wir einst auf der Geburtstagsparty unserer Nachbarin kennen lernten. Er war der Sohn vom einem Elternpaar, das auch dort eingeladen war und spielte dort auf seinem Game Boy Pokemon Training Card Game. Das reichte, um schnell ins Gespräch zu kommen und festzustellen, dass wir die selben Interessen teilten. Seine Laufbahn begann er bereits mit dem Super Nintendo und war seitdem auch auf der Nintendo-Schiene geblieben. Nach einem kurzen Gespräch zwischen unseren Eltern, die sich durch uns letztlich ebenfalls anfreundeten, war eine erste Verabredung bereits geplant und als wir das erste Mal zu ihm fuhren, erlebten wir einige spaßige Stunden mit Pokemon Stadium 2. Doch da Gerrits Eltern nicht sonderlich viele Probleme mit Videospielen hatten, vollzog er schon schnell den Generationswechsel, als er November 2002 den Gamecube samt Super Smash Bros. Melee zum Geburtstag geschenkt bekam. Für uns - mein Bruder war ständig dabei - war das natürlich eine Offenbarung, war dies doch unsere erste richtige Gelegenheit den Gamecube ausführlich austesten zu können. Die nächste Zeit war von regelmäßigen Treffen mit ihm geprägt und zu den wirklich unzähligen Multiplayer-Smash Bros.-Duellen kamen später auch Titel wie Starfox-Adventures oder Super Mario Sunshine dazu, die wir natürlich auch ausprobieren durften, bei denen wir ihm aber hauptsächlich über die Schulter geguckt haben. Ich war so fasziniert und trug durch die N-Zone so eine Lust in mir selber über Spiele zu schreiben, dass ich viele der Treffen mit ihm sogar schriftlich dokumentiert und dort über die Spiele berichtet hatte. Der erste wirklich rege Austausch, was Videospiele anging, kam aber vor allem dann zu Stande, als wir ebenfalls endlich die Aussicht hatten, selber einen Cube zu kaufen. Die Chance gab uns die Kommunion meines Bruders im Mai 2003 - meine Eltern waren scheinbar schon weich gekocht und nur einen Tag später, am 05. Mai, 2003 wurden wir letztendlich dann doch Cube-Besitzer mit Super Mario Sunshine und Tony Hawk’s Pro Skater 4 als Einstiegstitel. Auch wenn der Kontakt mit Gerrit nun ziemlich lose ist - ist in etwa ein Jahr her, seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben und trotz einiger Versuche ist es danach nicht mehr zu einem weiteren Treffen gekommen - , so zogen sich die wirklich häufigen Treffen mit ihm durch meine gesamte Jugend. Was Videospiele angeht, habe ich ihm wirklich viel zu verdanken. Er war es, der mich beispielsweise in das komplette Zelda- oder Final Fantasy-Universum eingeführt hat, in dem er mir die Spiele dazu präsentierte und mir vieles zur Hintergrundgeschichte erklärte und immer wenn ich mal später in diversen Gaming-Foren schrieb, dass ich ein neues Spiel ausgeliehen bekommen habe, war fast immer er gemeint. Mit ihm verbrachte ich auch einen entspannten Camping-Urlaub in Holland, bei dem wir eine atemberaubende Kombination aus Schwimmen und GBA-Zocken hinbekamen. An dieser Stelle muss ich wirklich sagen: Danke Gerrit für eine langjährige Freundschaft und Zocker-Gemeinschaft!


Teil 8: Der Sprung in die nächste Generationen

Doch kehren wir in die Chronologie zurück. Während wir in den Jahren 2003 bis 2005 fleißig Spiele sammelten und unsere Treffen mit Gerrit parallel dazu liefen, waren die nächsten beiden Highlights schon in Sichtweise. Da sich unsere Familie 2005 einen neuen vernünftigen PC anschaffte und den Anbieter wechselte, steigerte sich meine Internetpräsenz um etwa 50 %, was konkret bedeutete, dass ich mich in diversen Gaming-Foren blicken ließ und meine Flügel auch in Richtung Gaming-News ausbreitete. Die vielen Videos, Informationen und dann noch Berichte aus der N-Zone ließen mich Anfang 2005 erstmalig spüren, wie es ist, kurz vor dem Launchtag eines Videospielsystems im völligen Hype zu versinken. Am 11. März war der Gang in den Laden schon vollkommen durchgeplant gewesen und zusammen mit Super Mario 64 DS - die Erinnerungen an diesen Klassiker ließen mich eben nicht los - ließ ich den Tag genau so enden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Der DS war mir natürlich vor allem wegen der neuen Flut an Spielen wichtig, doch auch ein anderer Grund machte die Anschaffung absolut notwendig. Mittlerweile hatten wir nämlich unseren alten GBA tot gespielt - mit anderen Worten: Das Steuerkreuz reagierte kaum noch, sodass man um schöne Blasen am linken Daumen nicht herum kam. Da wir noch genug GBA-Titel hatten, die uns auch im DS-Zeitalter noch zu fesseln vermochten, - allen voran Metroid Fusion, Metroid Zero Mission und Zelda: Minish Cap - war die Abwärtskompatibilität für uns persönlich ein echtes Kaufargument. Der DS wird mir wohl als der perfekte Handheld in Erinnerung bleiben, weil ich dort jede Menge Spiele wie Elite Beat Agents, Polarium oder Wario Ware Touched vorfand, die man auch einfach zwischendurch einlegen konnte und auf der anderen Seite noch trotzdem mit jeder Menge “Vollzeitgames” bombardiert wurde. Als den Überraschungshit der gesamten DS-Ära sehe ich im Übrigen The World Ends With You, der sich mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsspielen gesellen durfte. Noch heute würden mir spontan 5 - 7 Titel einfallen, die ich - wenn sich meine Einstellung zum Thema Zocken nicht geändert hätte (Beitrag folgt), noch nachholen würde. DS und Gamecube haben mich jedenfalls lange bei der Stange gehalten bis schon die nächste Konsole in den Startlöchern stand. Kurz vor dem Wii-Launch Ende 2006 war der Hype groß. Das lag an einigen Faktoren: 1. Mittlerweile ein aktives Mitglied in diversen Gaming-Foren, hat man sich dort gegenseitig hochgepusht. 2. Ich kam im Sommer zuvor in die 11. Klasse, was die Auflösung aller Klassen bedeutete. Als eine Stufe brauchte es etwas Zeit, um richtig zusammenzuwachsen und bis sich die ersten neuen Kontakte kristallisierten. Schnell wurde klar, dass es auch in anderen Klassen noch einige Leute gab, welche die aktuelle Gaming-Landschaft verfolgten. Das ganze dann zusammen zu erleben, war natürlich um ein vielfaches spannender. 3. Hielt ich die Kombination Wii + Zelda Twilight Princess für absolut episch und konnte meine Vorfreude in dieser Hinsicht kaum zurückhalten. 4. Hier finde ich nun endlich eine Möglichkeit den Nintendocast einzubauen, den ich kurz vor Launch entdeckt hatte. Die weitere Entwicklung ist in dieser Hinsicht ja klar - ich landete hier. Am Launchtag selber verfolgte ich dann das Geschehen aber aus einer Beobachter-Perspektive. Zuvor hatte ich nämlich einen rührenden Brief an meine Eltern geschrieben, der sie dazu antreiben sollte, uns eine Wii zu Weihnachten zu schenken. Am 08. Dezember, 2006 kam aber dennoch ein wichtiges Päckchen bei mir an: Die Uncut-Version von Resident Evil 4, das ich schon zwar etwa 5 Mal vorher bei Gerrit durchgespielt beziehungsweise von ihm ausgeliehen bekam, das ich allerdings schon damals als einen Ausnahmetitel ansah, den man immer wieder reinlegen konnte. Der 24.12.2006 lief im Übrigen genau so ab, wie ich ihn mir vorgestellt hatte und das totgehypte Zelda TP hat mich glücklicherweise genau so beeindruckt wie Super Mario Galaxy, Metroid Prime 3 oder auch Super Smash Bros. Brawl. Bis zu diesem Zeitpunkt bin ich mit Nintendos neuster Konsole jedenfalls recht zufrieden.


Teil 9: Vom Speedrunning, Konkurrenz-Eskapaden und ersten Ermüdungserscheinungen

Auch wenn beide Themen in gewisser Weise miteinander zusammenhängen, so möchte ich sie dennoch zunächst separat behandeln. Speedruns haben in etwa seit Anfang 2005 eine große Faszination auf mich ausüben können, als ich zufällig auf eine Seite im Internet stieß, die sich ausschließlich mit Tricks und Weltrekorden zu den Metroid-Titeln beschäftigte. Ich selber trug auch schon immer eine gewisse Speedrunner-Mentalität in mir, denn immer wenn ich ein Spiel mehrmals durchgespielt hatte, achtete ich, sofern vorhanden, nach dem Abspann auf den Timer und hoffte immer meine Zeit verbessert zu haben. Und nach dem Schauen der ersten Metroid-Speedruns und dem erstem Ausprobieren einiger weniger Tricks folgten weitere Speedruns, die ich im Netz gefunden hatte und die meine Faszination weiter vorantrieben. Doch erst 2007 wurde diese Faszination auch im richtigen Aktivismus ausgelebt. Ich weiß nicht mehr, was mich genau dazu bewogen hat, doch ich denke, es war die erneute Wiederentdeckung der Seite. Jedenfalls hat mich das gezielte Schauen der Speedruns dazu bewogen, richtig hart an den gezeigten Tricks, Glitches und Sprungtechniken zu arbeiten, um selbst ein paar semiprofessionelle Versuche starten zu können. Es ist schon eine Ironie, dass ich meine Speedrun-Anfänge auch ausgerechnet dem Urvater des Speedrunnings verdanke: Dem Metroid-Franchise. Besonders widmete ich mich Metroid Zero Mission, Metroid Fusion und Metroid Prime- endlich die Gelegenheit mein absolutes Lieblingsspiel erwähnen zu können. Ich war mit meinen Ergebnissen auch extrem zufrieden und es ging sogar so weit, dass mein Metroid Fusion-Ergebnis mit dem Weltrekord gleich auf lag, sodass ich mir kurzerhand einen GBA-Player und einen GBA SP von einem Freund auslieh, um einen Speedrun aufzunehmen, der den Rekord knacken würde. Da ich nie herausfand, wie man mit unserem Player aufnahm und weil ich mit dem Timing auf dem großen Bildschirm nicht zurecht kam, wurde da aber leider nie etwas draus. Weitere Spiele, an denen ich mich versucht habe waren Zelda TP und Resident Evil 4. Dann allerdings kamen Super Mario Galaxy und Metroid Prime 3 heraus und ich interessierte mich wieder eher für die aktuellen Geschehnisse. Im Februar 2008 geschah dann etwas schier unglaubliches: Um mich von den Strapazen der fertig geschriebenen Facharbeit in der 12. Klasse zu erholen, gönnte ich mir, der als klarer Nintendo-Fanboy in die Weltgeschichte eingehen würde und der eigentlich bloß Nintendo-Systeme besitzen wollte, eine Playstation 2 hauptsächlich um dort die vielen Rollenspielperlen nachzuholen, die alle an mir vorbeigegangen sind. Leider wurde ich gleich mit dem ersten - Final Fantasy XII - nie richtig warm. Nach einem relativ DS- und Super Smash Bros. Brawl-lastigen Sommer folgten darauf die zwei Monate, die als das eindeutigste Zocker-Tief meiner Karriere in die Geschichte eingehen würden. Ich erinnere mich noch genau: Okami wollte noch fertig durchgespielt werden, Boom Blox hatte ich kaum angefasst und auf dem Speicher meiner Wii verstaubten etliche Virtual Console-Titel, die wieder angeklickt werden wollten. Doch irgendwie konnte ich mich nicht dazu motivieren, diese anzuschmeißen; nicht dass mir besagte Titel nicht gefielen, ich konnte mich schlichtweg nicht dazu aufraffen. Und bis auf einen relativ intensiven Metroid Prime-Marathon (hier verschmelzen die Themen “Ermüdungserscheinungen” und “Speedrunning” miteinander) blieb das auch so. Natürlich gab es in den 8 Jahren meines Gamings immer wieder solche Phasen, allerdings erinnere ich mich an keine andere außer eben dieser, die einfach so leer war, dass sie mir besonders im Gedächtnis geblieben ist.


Teil 10: Das Planen der Gaming-Zukunft anno 2008

Zwei Spiele haben mir zu dieser schweren Stunde wieder das Zocken schmackhaft machen können. Das erste war Mega Man 9, in das ich mich nach dem ersten Anspielen der Demo verliebt hatte, und das zweite Tales of Symphonia. Eigentlich war es für mein Spielverhalten eher unüblich Spiele nachzuholen, deren Generation eigentlich schon vergangen war, aber dieses mitreißende Rollenspiel war zu diesem Zeitpunkt genau das richtige für mich und manch einer wird sich noch an die Endlosberichte im Konsolenpodcast-Forum dazu erinnern können. Jedenfalls schien es mir zumindest zu dieser Zeit - also Ende 2008 - schon ganz klar, wie es mit meiner weiteren Zocker-Karriere aussehen würde. Der Plan sah damals in etwa so aus: Bis zum Abitur würde ich mir die Stunden mit noch weiteren Titeln versüßen, die ich beispielsweise noch für den Gamecube nachholen könnte, nach dem Abitur könnte ich mir zunächst endlich wieder ein PS2-Rollenspiel besorgen und mir anschließend vom ersten Gehalt als Zivildienstleistender eine XBOX 360 kaufen. Denn mittlerweile hatte nicht nur ein engerer Freund aus meiner Stufe solch eine Konsole daheim, die er mir bei zahlreichen Treffen vorstellte, auch Gerrit hatte sich zu einem Kauf entschieden, sodass ich nicht ganz unbeeinflusst geblieben bin. Besonders das Online-Gaming hat mich wirklich fasziniert - ein Gefühl, das höchstens ansatzweise mit Mario Kart Wii vergleichbar war. Nicht dass ich es als nötig empfand, schließlich gab es auf der Box genug Titel, die mich interessieren würden, ohne dass sie mir jemand vorzustellen brauchte und außerdem wollte ich unbedingt ein System besitzen, welches das damals noch sehnsüchtig erwartete Resident Evil 5 abspielen könnte. Das war zumindest zu diesem Zeitpunkt der Plan, ich war euphorisiert wie kaum zuvor und doch kam alles ganz anders.


Teil 11: 06.05.2009 und Zocken heute

Ja, das war Tag, an dem sich mein Leben ziemlich verändert hat. Ohne jetzt um den heißen Brei herumreden zu wollen, schreibe ich einfach mal, dass dies der Tag vor knapp einem Jahr war, an dem meine Freundin in mein Leben eingetreten ist. Ich war und bin so überglücklich und habe zunächst ein Mal gar nicht mehr an Videospiele gedacht. Sie erschienen mir unnütz, ich konnte plötzlich gar nicht fassen, wie viel Zeit ich im Prinzip mit ihnen verschwendet hatte und schämte mich auch ein wenig dafür. Natürlich war meine Freundin dafür verantwortlich, doch fairer Weise muss ich sagen, dass diese Entwicklung sich auch davor schon abgezeichnet hatte. Als ich nämlich (auch bedingt durch den damaligen Abi-Stress) bemerkte, dass ich in die selbe Motivationslosigkeit wie im Jahre 2008 zu fallen drohte, obwohl ich gerade zu diesem Zeitpunkt mit Zelda Majora’s Mask angefangen hatte, wusste ich schon, dass da was nicht stimmte. Jedenfalls hatten zu diesem Zeitpunkt Videospiele für mich total an Reiz verloren und ich konnte mir auch gar nicht mehr vorstellen, mich noch sonderlich dafür interessieren zu können. Sogar die E3 habe ich deswegen komplett sausen lassen - die absolute Kehrtwende eines Vielspielers! Nicht dass ich es nicht versucht hatte: So verschwendete ich 30 €, um mir für den Urlaub ein DS-Spiel zu kaufen, dass ich nach einer Stunde aber weglegte und seitdem nicht mehr angerührt habe. Ich glaube, mein Videospielkonsum beschränkte sich im darauf folgenden halben Jahr auf 5 Stunden Professor Layton. Unnötig zu erwähnen, dass die geplanten Einkäufe von Pokemon Platin/Soulsilver, Dragon Quest 8, Final Fantasy VII - X und einer Xbox 360 samt Spielen somit ausblieben. Heute führe ich zu Videospielen glücklicherweise wieder ein entspannteres Verhältnis. Mittlerweile verleugne ich nicht mehr meine Gamer-Vergangenheit und habe überhaupt kein Problem mehr damit in den teils wirklich sehr schönen Erinnerungen zu schwelgen. Das liegt vor allem an meiner Freundin, die von sich aus, die Barriere zwischen ihr und Videospielen Stück für Stück eingerissen hat. Das begann mit dem (erfolgreichen) Versuch New Super Mario Bros. Wii gemeinsam durchzuspielen und endete damit, dass sie zum totalen Mario beziehungsweise Yoshi-Fan avancierte und mittlerweile auf eigene Faust Super Mario World, Yoshi’s Island, The Lost Levels und Super Mario Bros. 3 durchspielte. Diese Phase ist zwar im Moment vorbei, dennoch half es mir ungemein, wieder positiv auf Videospiele zurückblicken zu können. Heute spiele ich zwar nicht mehr wirklich, weil ich zum einem nicht mehr wirklich das Verlangen verspüre - ich komme bestens ohne aus - und mir auch die Zeit dazu fehlt, verfolge die News der Videospiellandschaft aber wieder mit und nehme mir auch die Zeit, um für Gaming-Foren solche Beiträge zu schreiben.


Blick Zurück und Blick in die Zukunft

Ich habe mir früher immer dafür in den Hintern gebissen, nicht schon früher in die Welt des Zockens eingestiegen zu sein, was eben vor allem an meinen Eltern lag, rückblickend habe ich die Kurve aber unter erschwerten Bedingungen noch gekriegt. Ich habe wirklich viel gespielt und oftmals auch mehr als mir gut tat, doch ich habe diese Zeit geliebt, in der das Öffnen einer neuen Spielepackung so aufregend war und man vor allem auch gemeinsam sein Hobby genießen konnte - ob nun im Real Life oder auch in diversen Communities. Umso überraschter bin ich selber über diesen Einschnitt, der am besagten Datum mein Leben prägte. Ich bin aber um die Entwicklung ganz froh und erlaube mir an dieser Stelle auch einen letzten Blick in die Zukunft. Mittlerweile habe ich einige Titel für mich rausgepickt, die ich in naher Zukunft, wenn sie denn erscheinen, auf alle Fälle spielen möchte und werde. So rechne ich fest mit einem Kauf von Zelda Wii, Super Mario Galaxy 2, Metroid Other M und Golden Sun 3. Wann genau, kann ich noch nicht sagen, da ich (hoffentlich) durch den Beginn meines Studiums im Herbst sicherlich kaum noch Zeit dafür finden werde und mir im Moment andere Dinge bedeutend wichtiger sind. Mein Interesse an Videospielen ist zwar prinzipiell da, muss aber nicht unbedingt gesättigt oder befriedigt werden. Doch im Gegensatz zum letzten halben Jahr dürfte das nach der Meinung der meisten hier ein Schritt in die richtige Richtung sein. Ich möchte mich jedenfalls bei allen bedanken, die bis zum Ende durchgehalten haben und mich bei allen entschuldigen, die ich mit dieser Ausführlichkeit gelangweilt habe. Mir jedenfalls hat es großen Spaß gemacht, diese Biographie hier zu tippen, was mir zeigt, wie sehr ich doch an diesen Erinnerungen hänge.

Secretkey
Sieger des 5. MK:Wii-Turniers

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Dr. Sooom am 04.05.10 6:49

Ich darf euch an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, dass ihr höchstens 50.000 Zeichen in einem Post verwenden könnt. Der Beitrag von Secretkey umfasst bereits 5.538 Wörter bzw. 35.469 Zeichen.

Ich werde mir nachher seine Geschichte anhören, was bei 300 Wörter/Min. 19 Minuten und 23 Sekunden dauern wird. Ich habe jetzt mal aus Spaß die entsprechende MP3-Datei (17,7 MB) hochgeladen, sofern jemand von euch mal Lust hat reinzuhören. Sie wird heute um 20:00 Uhr wieder gelöscht.

Edit: (19:00 Uhr)
Hab die MP3-Datei bereits jetzt schon vom Netz genommen. Auf Wunsch kann ich diese binnen ein paar Sekunden wieder reinstellen.


Zuletzt von Dr. Sooom am 04.05.10 19:00 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

Beitrag von Darkfire am 04.05.10 15:54

@Secretkey
Wow, da hast du echt einen Mammut-Text abgeliefert. Er hat mir sehr gut gefallen und besonders zwei Punkte aus den Anfängen haben mir gut gefallen. Erst einmal das Gefühl, wie dein Vater dir gesagt hat, dass ihr nun endlich einen GameBoy haben dürft, muss unvorstellbar gut gewesen sein. Auch die Freudenschreie, als du einen 500 DM-Schein in Händen gehalten hast, muss toll gewesen sein.

Aber auch beim Rest deines Textes habe ich richtig mitfiebern müssen. So gut wie du, hat hier seine Geschichte sicherlich niemand niedergeschrieben. Nicht, dass die anderen Geschichten nicht toll gewesen sind, aber du hast in deinem "Gamer-Lebenslauf" irgendetwas besonderes eingebaut, was der Spannung und den Emotionen zugute kam. Auch die Gliederung ist dir vortrefflich gut gelungen, man konnte richtig merken, wie aus einem Jungen ein Mann wurde - alleine durch die Erzählweise. Grandios. Dafür erwarte ich am 24. Mai (ein Tag nach dem großen Ereignis) eine mindestens genau so gute Berichterstattung. Ich hoffe, du weißt bescheid, worauf ich anspiele. Wink

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Re: Gamer im Wandel der Zeit - Der Rückblick

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